Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten

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Arbeitgeber im Falle von Entlassungen. Aus der Privatisierung dürfe ausserdem kein Kartell oder ein privates Monopol resultieren.

Mit der Reintegration der EAV in die zentrale Bundesverwaltung kann sich der SGB (W1)

zwar einverstanden erklären, äussert sich jedoch ablehnend gegenüber einer vollständigen Privatisierung von Alcosuisse. Sollte die Privatisierung dennoch umgesetzt werden, verlangt er den Abschluss eines Gesamtarbeitsvertrags. Auch Public Health (PO12) und AGS (PO14) setzen sich dafür ein, dass Alcosuisse beim Bund bleibt.

FEGPA (PO10) und LVT (PO16) wünschen sich eine Zukunft der EAV, die den Alkoholzehntel und damit die finanzielle Unterstützung der Prävention nicht gefährdet. SOV (B10), VE-LEDES (B16), SSV (B23) sowie BOV (KB10), BVBB (KB11), AGS (PO14), IOGT (PO30) und Pro Juventute (PO40) lehnen die Überführung der EAV in die Bundesverwaltung ab. Für IOGT (PO30) ist die EAV weitgehend in der heutigen Form fortzuführen, da sie – insbesondere im Bereich Werbung und Handel – die beste Garantin für den Aufgabenvollzug im Bereich Jugend- und Gesundheitsschutz sei.

SAPPM (PO1) und Public Health (PO12) lehnen die vorgeschlagene Zukunftsgestaltung insgesamt ab.

Gemäss AGS (PO14) sollen EAV und Alcosuisse in die zentrale Bundesverwaltung überführt werden. Auch Centre Patronal (WO3) lehnt die vorgeschlagene Zukunftsgestaltung ab und argumentiert mit Fragen, die noch nicht hinreichend geklärt seien.

VSG (B14) und SBV (B15) kritisieren, dass die EAV bereits heute eine Organisationseinheit «Alkoholmarkt» geschaffen hat. Grüne (P5), AWMP (W3) und SBV (B15) verlangen deshalb, dass Reorganisationsmassnahmen erst an die Hand genommen werden, wenn die Totalrevision beschlossen und die künftige Organisation der EAV festgelegt ist.

Die FDP (P3) überlegt sich die gänzliche Auflösung der EAV und die Überführung deren verbleibenden Aufgaben auf andere Bundesstellen.

[Weitere Stellungnahmen zur Zukunftsgestaltung der EAV finden sich in den Ausfüh-

rungen zu Art. 13 AlkG].

3 Spirituosensteuergesetz

3.1 Liberalisierung

17 Kantone (Solothurn, Zürich, Genf, Luzern, Bern, Zug, Graubünden, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen, Glarus, Thurgau, Nidwalden, Wallis, St. Gallen) sowie der Städteverband (D1) und die Stadt Zürich (SG5) begrüssen die Liberalisierung. Sie werden unterstützt von CVP (P1), FDP (P3), economiesuisse (W2), AWMP (W3), SGV (W4) und SBV (W5), den nationalen Branchenverbände ASCO (B2), Gilde (B3), SFF (B4), HAN-DELSCHWEIZ (B6), SPIRITSUISSE (B7), SGCI (B8), SOV (B10), AWS (B12), VELEDES (B16), Swiss Retail (B18), hotelleriesuisse (B19), IG DHS (B21), SSV (B23), CHOCOSUIS-SE (B34), santésuisse (B35), den Vertretern der Gastrobranche und einzelnen kantonalen Vertretern der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB, SOBV). fondationdépendences (PO15),

Fondation O2 (PO17) und SGAP (PO20), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), SVS (WO4), Hochstamm Schweiz (WO5), IG Freiheit (WO8), konsumentenforum (WO11), KAPO Wallis (WO16) sowie Coop (EU4) und TFAG (EU5) schliessen sich dieser Haltung an. Nichts gegen die Aufhebung der Monopole einzuwenden hat grundrechte.ch (WO6).

Der Kanton Zürich (K3) hebt hervor, dass durch die Liberalisierung eine Angleichung an die europäische Realität stattfindet. Der Kanton Thurgau (K19) unterstreicht den mit der Liberalisierung möglichen Abbau wettbewerbsfeindlicher Kosten sowie die Reduktion des grossen Administrativaufwands. VELEDES (B16), IG DHS (B21) und Coop (EU4) erhoffen sich ver-