Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten
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3.3 Optimierung des Steuer- und Kontrollsystems
17 Kantone (Solothurn, Zürich, Genf, Luzern, Bern, Zug, Graubünden, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Schaffhausen, Glarus, Neuenburg, Thurgau, Nidwalden, Wallis, St. Gallen), FDP (P3), EVP (P4), SGB (W1), economiesuisse (W2) und SGV (W4) unterstützen die vorgeschlagenen Optimierungen. Desgleichen der Städteverband (D1), die Gemeinde Kriens (SG2) und die Stadt Zürich (SG5) sowie HANDELSCHWEIZ (B6), SPIRITSUISSE (B7), SGCI (B8),
Brennerverband (B9), IG DHS (B21), CHOCOSUISSE (B34), LBV (KB5), SAPPM (PO1), SUHMS (PO7), SGARM (PO8), Public Health (PO12), AGS (PO14), fondationdépendences (PO15), Fondation O2 (PO17), SGAP (PO20), Centre Patronal (WO3), Coop (EU4) und TFAG (EU5).
Die Vereinfachungen des Steuersystems begrüsst auch der SBV (W5), weist aber darauf hin, dass die inländische Produktion erhalten bleiben muss.
Während die VDK (-> GDK; K2) die Vereinfachung der Besteuerung und den Abbau der administrativen Arbeiten begrüsst, weist die EVP (P4) darauf hin, dass das 10-Liter-Privileg (vgl. Art. 17 E-SStG) nicht einem Abbau, sondern einer Ausweitung der bisherigen Privilegierung gleichkomme.
Ablehnend äussern sich SOV (B10), VELEDES (B16) und SSV (B23), sowie kantonale Vertreter der Landwirtschaft (BOV und BVBB), SVS (WO4) und Hochstamm Schweiz (WO5). Sie begründen ihre ablehnende Haltung zum Teil mit dem 10-Liter-Privileg und zum Teil mit der Vereinheitlichung der Steuerpflicht.
3.4 Weitergehende Anliegen
Der Kanton Schwyz (K10) setzt sich dafür ein, dass ein Produkt nur dann als Schweizer Spirituose bezeichnet werden darf, wenn es ausschliesslich aus inländischen Rohstoffen hergestellt worden ist. Eine ausländische Herkunft sei prozentual auszuweisen. In die gleiche Richtung gehen Forderungen von SOV (B10), kantonalen Vertretern der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB, BVSZ, ZBB, ZBV), SVS (WO4), Hochstamm Schweiz (WO5) und Brenzer Kirsch (WO10), die sich zusammen mit den Grünen (P5) und dem Brennerverband (B9) auch allgemein für Massnahmen zur Erhöhung ihrer Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Ausland einsetzen. Unter anderem soll im Landwirtschaftsgesetz eine Gleichbehandlung aller landwirtschaftlicher Rohstoffe respektive Endprodukte eingeführt werden, damit auch Spirituosen von Unterstützungsmassnahmen profitieren. Aus Sicht der AZO (KB25) ist den weitreichenden negativen Folgen des Rückgangs der einheimischen Alkoholproduktion mit entsprechenden flankierenden Massnahmen zu begegnen.
Im Hinblick auf die Marktliberalisierung verlangen economiesuisse (W2) und SGCI (B8) von der EAV bzw. von Alcosuisse eine Offenlegung der Produktekodifikation.
Die SVP (P2) sowie AWMP (W3) und SGV (W4) verlangen eine kritische Überprüfung des Gesetzesentwurfs sowie eine «Entschlackung und Redimensionierung» der Vorlage.
3.5 Stellungnahme zu einzelnen Artikeln
1. Kapitel: Gegenstand, Grundsätze und Begriffe
Art. 2 Grundsätze
Die Kantone Zürich (K3) und Appenzell Innerrhoden (K23) sowie infodrog (PO3), Sucht Info Schweiz (PO4), ISPMZ (PO11), SHV (PO32), FSP (PO35), VBGF (PO38), bfu (WO12) und EKAL (KA1) begrüssen die Berücksichtigung gesundheitspolitischer Überlegungen bei der Festsetzung des Steuersatzes. Der Kanton Basel-Landschaft (K13) erklärt die gesundheits-