Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2009/122: Totalrevision des Alkoholgesetzes: Entwurf eines Spirituosensteuergesetzes und eines Alkoholgesetzes · 97 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 10Fedlex · Ergebnisbericht

einfachte Abläufe und reduzierte Verwaltungskosten. Ähnliche Erwartungen äussern ASCO (B2), Gilde (B3), VELEDES (B16) sowie kantonale Vertreter der Landwirtschaft (LBV, BVSZ, ZBB, ZBV) und TFAG (EU5). Der SSV (B23) begrüsst im Speziellen die Aufhebung des Brennverbots für importiertes Kernobst.

Der Kanton Nidwalden (K21), NAS (PO5), AGS (PO14), DOJ (PO21), GREA (PO31), FS (PO33) und Ticino Addiction (PO34) halten fest, dass gleichzeitig zur Deregulierung eine wirksame Regulierung in den Bereichen Erhältlichkeit, Preisgestaltung, Konsummöglichkeiten, Werbeeinschränkungen notwendig sei. Ähnlich argumentieren SP (P6), Blaues Kreuz (PO9) und Croix-bleue romande (PO13). Aus Sicht der EVP (P4) lässt sich gesundheitspolitisch ein Verzicht auf die Bundesmonopole nur rechtfertigen, wenn auf die vorgeschlagene Steuerbefreiung für die ersten 10 Liter reinen Alkohols verzichtet wird. Die Gemeinde Kriens (SG2) begrüsst den Verzicht auf die Herstellungsmonopole.

Eine Beibehaltung «des Monopols» wünscht der Kanton Obwalden (K20).

Gegenüber einem Verzicht auf die drei Bundesmonopole ablehnend äussert sich der SGB (W1). Primär gesundheitspolitisch begründen SAPPM (PO1), Public Health (PO12) und AGS (PO14) ihre ablehnende Haltung. Die GDK (K2), bfu (WO12) und zum Teil auch EKAL (KA1) zeigen sich beunruhigt über Liberalisierung, weil damit ein Anstieg des Spirituosenkonsums verbunden sein könnte.

pharmaSuisse (B29) lehnt eine vollständige Liberalisierung ab. Sie befürchtet Preiserhöhungen sowie zusätzliche Kosten für die Qualitätskontrolle.

Centre Patronal (WO3) begrüsst zwar die Liberalisierung, zweifelt jedoch an den Vorteilen der vorgeschlagenen Massnahmen für die einheimische Wirtschaft, zumal nur ein kleiner Anteil des in der Schweiz konsumierten Alkohols inländischer Herkunft sei. Zudem seien negative Konsequenzen für die öffentliche Gesundheit zu befürchten. Centre Patronal (WO3) lehnt das Spirituosensteuergesetz ab wegen seines engen Bezugs zum als inakzeptabel beurteilten Alkoholgesetz.

3.2 Rückzug des Bundes aus dem Ethanolmarkt

16 Kantone (Solothurn, Zürich, Genf, Luzern, Bern, Zug, Graubünden, Schwyz, Uri, Basel-Stadt, Schaffhausen, Glarus, Thurgau, Nidwalden, Wallis, St. Gallen), FDP (P3) EVP (P4), economiesuisse (W2), AWMP (W3), SGV (W4) und SBV (W5) befürworten den Rückzug des Bundes aus dem Ethanolmarkt. Auch der Städteverband (D1), die Stadt Zürich (SG5) sowie die nationalen Branchenverbände SKW (B1), HANDELSCHWEIZ (B6), SPIRITSUISSE (B7), SOV (B10), EV (B11), AWS (B12),VELEDES (B16), Swiss Retail (B18), hotelleriesuisse (B19), IG DHS (B21), SSV (B23) und santésuisse (B35) schliessen sich dieser Haltung an, unterstützt von kantonalen Vertretern der Landwirtschaft (LBV, BOV, BVBB, SOBV), fondationdépendences (PO15), Fondation O2 (PO17), SGAP (PO20), SJH (WO1), Swiss Olympic (WO2), SVS (WO4), Hochstamm Schweiz (WO5), konsumentenforum (WO11), KAPO Wallis (WO16) sowie Coop (EU4) und TFAG (EU5).

Einen Rückzug des Bundes befürworten Blaues Kreuz (PO9) sowie Croix-bleue romande (PO13) nur, wenn die Kontrollinstrumente vor dem Rückzug installiert und evaluiert worden sind.

Der Kanton Uri (K11) fordert, dass sich der Bund – analog zur Liberalisierung anderer Bereiche – an der neuen Gesellschaft beteiligt.

Der SGB (W1) lehnt selbst im Falle einer vollständigen Marktliberalisierung den Rückzug des Bundes aus dem Ethanolmarkt ab. Ebenfalls ablehnend äussern sich SAPPM (PO1), Public Health (PO12) und AGS (PO14).