Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2009/30: Revision des Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus (Innotour) · 16 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 9Fedlex · Ergebnisbericht
Bericht über die Vernehmlassungsergebnisse Innotour
dem Top-Down Förderansatz äussert sich der Branchenverband GS. GS betont, dass Top-Down Förderung falsche Anreize zum "Abholen von Bundesgeldern" setze und nur in Ausnahmefällen angewendet werden sollte.
3.1.4 Neues Förderkonzept: Wissensaufbau als neuer dritter Schwerpunkt
Das neue Förderkonzept mit den drei Schwerpunkten Innovationsförderung, Zusammenarbeit und Wissensaufbau wird unterstützt. Auf breite Zustimmung stösst insbesondere der Vorschlag des Bundesrates, den Wissensaufbau als neuen dritten Schwerpunkt zu berücksichtigen. Begrüsst werden dabei sowohl die verstärkte Informationstätigkeit durch das SECO (vgl. Ziffer 3.2.7), der intensivierte Erfahrungsaustausch zwischen den Projektträgern sowie die Beibehaltung des Fördertatbestandes "Verbesserung der Aus- und Weiterbildung" (vgl. Ziffer 3.2.2).
Viele Vernehmlassungsteilnehmende begrüssen, dass im Rahmen des Wissensaufbaus Innotour zur Verbesserung der statistischen Grundlagen im Schweizer Tourismus eingesetzt werden soll. Dabei wird insbesondere darauf hingewiesen, dass Innotour zur Sicherstellung des dauerhaften Betriebs der Beherbergungsstatistik (Hotellerie und Parahotellerie) beitragen soll (BS, BL, OW, VD, VS, VDK, CP, GS, hs, SJH, RDK, reka, SBS/VöV, STV, VSC). Hierbei soll Innotour ausnahmsweise auch eine dauerhafte Unterstützung gewähren können. Von vielen Vernehmlassungsteilnehmenden wird hervorgehoben, dass die Kantone und die Tourismuswirtschaft von ihrer heutigen finanziellen Beteiligung an der Beherbergungsstatistik entlastet werden müssen.
Der Kanton VD weist bei seiner zustimmenden Stellungnahme bezüglich Unterstützung von Statistikprojekten durch Innotour darauf hin, dass es wichtig wäre, ein System für das Monitoring und das Beobachten der Nachfrage- und Angebotsentwicklung im Schweizer Tourismus aufzubauen.
Einige Vernehmlassungsteilnehmende begrüssen zwar die Leistung von Anschubfinanzierungen aus Innotour zur Verbesserung der Beherbergungsstatistik, lehnen aber eine dauerhafte Unterstützung ab, da dies in den Aufgabenbereich des Bundesamtes für Statistik gehöre (GR, TG, TI, CVP). Die VDK weist auf die Bereitschaft der Kantone zur Unterstützung eines Pilotprojekts (gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik sowie mit Innotour) zur Optimierung der Beherbergungsstatistik hin.
Für den Kanton GL sind Statistikprojekte wie beispielsweise die Beherbergungsstatistik grundsätzlich vom Bundesamt für Statistik zu finanzieren. Eine Erhöhung von 6 Prozent auf 15 Prozent bei den begleitenden Massnahmen von Innotour ist deshalb nicht notwendig. Die SAB teilt diese Haltung und verlangt, dass der Bundesrat dem Bundesamt für Statistik einen klaren Auftrag zur Führung einer aussagekräftigen Tourismusstatistik erteilt. In der Folge fordert die SAB bei Innotour eine Beschränkung der Mittel für begleitende Massnahmen auf 10 Prozent.
SBS/VöV weisen darauf hin, dass bei der angestrebten Verbesserung der statistischen Grundlagen mittels Innotour insbesondere auch die Statistiken zum Freizeitverkehr einzubeziehen sind. Zudem verlangen SBS/VöV zu berücksichtigen, dass die Logiernächte nicht der einzige Massstab zur Beurteilung des Tourismusgeschehens sind.
Von mehreren Vernehmlassungsteilnehmenden wird darauf hingewiesen, dass beim neuen Förderschwerpunkt Wissensaufbau eine enge Zusammenarbeit mit Verbänden, Ausbildungs- und Forschungsinstitutionen, bestehenden Plattformen sowie der Tourismuswirtschaft wichtig sei (AG, AI, BE, LU, OW, ST). Der Kanton BE regt zudem aufgrund potenzieller Überschneidungen an, eine Zusammenlegung dieses Bereichs mit der
2010-12-07/235 \ COO.2101.104.5.2374479 9/16