Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 76 Seiten

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b) Sind Sie einverstanden, dass der Halbstundentakt im Fernverkehr ausgedehnt wird?

Grundtenor

Die grosse Mehrheit derjenigen Stellungnahmen, die diese Frage beantwortet haben (62 von 72), ist damit einverstanden, dass im Fernverkehr der Halbstundentakt ausgedehnt wird. Von zahlreichen Kantonen und regionalen Vertretern wird eine Ausdehnung dieser Massnahme gefordert. Verschiedene Stellungnahmen weisen darauf hin, dass damit die Güterverkehrskapazitäten nicht eingeschränkt werden dürfen.

Im Einzelnen

Mit JA geantwortet haben insgesamt 62 Teilnehmer, davon 21 Kantone (BE, LU, UR, SZ, NW, GL,

ZG, FR, SO. BS, BL, SG, GR, AG, TH, TI, VD, VS, NE, GE, JU) und die KöV, 4 Parteien (CVP, SP, Grüne, GLP), 4 Dachorganisationen der Gemeinden, Städte und Berggebiete (Gemeindeverband,

Städteverband, SAB, StädteallianzöVOZCH), 3 Dachverbände der Wirtschaft (Baumeisterverband,

SGB, Travail.suisse) sowie 14 Organisationen und 15 weitere Stellungnahmen.

Der Städteverband will gesamthaft über Fern-, Regional- und Agglomerationsverkehr die zweckmässigste Lösung ermitteln (kein Ausspielen). Gemäss Lötschberg-Komitee sind die Prioritäten aus gesamtverkehrlicher Sicht (insb. Nah- und Güterverkehr) zu setzen. Einige (BE, SZ, Alpenini, Aktion Freiheit und Verantwortung und BLS) halten fest, dass dies nicht zulasten des Regional- bzw. Güterverkehrs gehen darf. Andere (ZG, AG, Infra, Baumeisterverband) unterstützen den Halbstundentakt bei entsprechenden Passagierzahlen bzw. Nachfrage, das Komitee Pro Wisenberg vorwiegend auf den Hauptachsen. Gemäss VöV soll dies im Grundsatz mit möglichen Ausnahmen ab ca. 2022-2025 gelten. Gemäss RhB bedingt dies optimale Verknüpfungen mit den Zubringerlinien. FR und JU weisen darauf hin, dass dies bereits 1987 durchs Volk bestätigt wurde. Der Gemeindeverband vertritt die Ansicht, attraktive Verkehrsnetze seien nötig und Langdistanzpendler zu akzeptieren. Die StädteallianzöVOZCH ist einverstanden, aber landesweit erst langfristig nach Beseitigung der grössten Engpässe, demgegenüber sieht es Ouestrail als kurzfristiges Ziel. Der fer ist damit einverstanden, solange sich dieser Verkehr selbst finanziert.

Verschiedene Teilnehmende äussern regionale Anliegen: So fordert SO den Halbstundentakt auch für die Fernverkehrshalte Oensingen und Grenchen Süd; BL auch für die Strecken Basel-Delémont-Biel;