Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 76 Seiten
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Andere Teilnehmer haben Vorbehalte hinsichtlich anderen Angeboten oder der Wirtschaftlichkeit: So hat für FDP und DHS der flächendeckende Halbstundentakt Vorrang. Auch gemäss SAB muss der Halbstundentakt im Fern- und Regionalverkehr Vorrang haben vor dem Viertelstundentakt im S-Bahnverkehr. Die SBB fordert eine gesicherte Finanzierung für Ausbauten und Angebot. Tra-
vail.suisse bejaht dies in den Spitzenstunden und bei garantierter Pünktlichkeit. Die Umweltfreisinnigen SG vertreten die Meinung, ein Viertelstundentakt werden die Nachfrage weiter ankurbeln, was nicht anzustreben sei. Der fer fordert die Eigenfinanzierung. BS strebt den Viertelstundentakt im Kernbereich der Regio-S-Bahn an und vertritt die Ansicht, dass im Fernverkehr kein Viertelstundentakt angezeigt ist, der zu vermehrtem Fernpendeln verleiten würde (Ausnahme: überlagerte Führung internationaler Züge).
MIT NEIN geantwortet hat nur der VAP, welcher ausführt, ein Viertelstundentakt wäre nur akzeptabel, wenn dem Güterverkehr gleichzeitig zwei Trassen pro Stunde zugesichert würden.
d) Sind Sie einverstanden, dass beim Kapazitätsausbau auch Fahrzeitverkürzungen angestrebt werden?
Grundtenor
Die grosse Mehrheit derjenigen Stellungnahmen, die diese Frage beantwortet haben (59 von 68), ist zwar damit einverstanden, dass beim Kapazitätsausbau auch Fahrzeitverkürzungen angestrebt werden. Für viele ist dies jedoch nicht prioritär. Die 9 Teilnehmenden, die sich nur teilweise zustimmend oder ablehnend äussern, sehen insbesondere den Güterverkehr benachteiligt.
Im Einzelnen
Mit JA geantwortet haben insgesamt 59 Teilnehmer, nämlich 18 Kantone (BE, LU, UR, SZ, GL, ZG, FR, SO, BS, BL, GR, AG, TI, VD, VS, NE, GE, JU) und die KöV, 4 Parteien (CVP, SPS, Grüne, GLP), 3 Dachorganisationen der Gemeinden, Städte und Berggebiete (Städteverband, SAB, StädteallianzöVOZCH), 3 Dachverbände der Wirtschaft (Baumeisterverband, SGB, Travail.suisse) sowie 16 Organisationen und 14 weitere Stellungnahmen.