Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/113: Teilrevision des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG) · 54 Seiten

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SAMW und SIWF/FMH halten den Vorschlag für überflüssig, da bereits in Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f und g sowie Artikel 7 enthalten. SIWF/FMH hält zudem die Einschränkung auf die Grundversorgung für falsch, da eine gute Zusammenarbeit unter allen Gesundheitsberufen in allen Bereichen der Medizin nötig ist, sowohl für die von Hausärzten wie für die von Spezialisten betreuten Patienten.

Für SGIM, SMIFK und senesuisse gehört dieser Vorschlag nicht ins Gesetz. Laut senesuisse ist die Formulierung einerseits zu detailliert für einen Gesetzestext und andererseits zu allgemein gehalten, um Aufnahme in den Lernzielkatalog zu finden. Die SMIFK stimmt Buchstabe k zu, da eine gute Zusammenarbeit unter allen Gesundheitsberufen in allen Bereichen der Medizin nötig ist, doch gehört auch dieses Anliegen in den Lernzielkatalog.

NE, GE, SBK, SDV, Public Health Schweiz (PHS), ChiroSuisse und UNIL Compmed unterstützen diese Bestimmung. GE und NE begrüssen den Einbezug der Kenntnis der Rollen und Funktionen der verschiedenen Fachpersonen, da diese Berufsgruppen in der Lage sein müssen, sich optimal zu vernetzen. Für UNIL Compmed ist dies ein grosser Schritt vorwärts für die Entwicklung der medizinischen Grundversorgung durch alle in diesem Bereich tätigen Partner. Im Bereich der Komplementärmedizin müssen die Ärztinnen und Ärzte lernen, mit den anderen Partnern zusammenzuarbeiten. Aus Sicht von ChiroSuisse ist die Vernetzung innerhalb der medizinischen Grundversorgung entscheidend für ein effizientes und kostengünstiges Gesamtsystem. Zudem ist aber notwendig, dass die Aspekte der Rollenteilung auch bei der Fort- und Weiterbildung Beachtung finden. Der SDV beantragt, die Rolle der Drogistinnen und Drogisten im Schweizer Gesundheitswesen bei der weiteren Bearbeitung der MedBG-Revision und der darauf basierenden Dokumente ebenfalls zu berücksichtigen.

UniBE befürwortet diese Bestimmung, schlägt jedoch den Wortlaut: « … kennen die zentrale Bedeutung der Grundversorger und ihrer Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen in der medizinischen Basisversorgung der Bevölkerung» vor.

CURAVIVA begrüsst, dass die Hausarztmedizin und die Betreuung von chronisch kranken und multimorbiden Patientinnen und Patienten mehr Gewicht bekommen sollen. Es ist richtig, dass diese Kenntnisse auf weitere beteiligte Berufsgruppen ausgedehnt werden.

Die CSP beantragt die Formulierung «kennen die Rollen und Funktionen der verschiedenen Fachpersonen und sind zur Zusammenarbeit mit ihnen befähigt» (« connaître le rôle et les fonctions des différents professionnels de la santé et être capable de collaborer avec eux »). Der übrige Wortlaut ist zu streichen, da ein ganzheitliches Wissen erworben werden soll. Dieses darf sich nicht auf die medizinische Grundversorgung beschränken.

Die Grüne Partei schlägt folgenden Text vor: «k. Sie haben die Möglichkeit eine umfassende praktische und theoretische Ausbildung in Komplementärmedizin zu absolvieren») und beantragt die Aufnahme eines Buchstaben l: «Sie haben die Möglichkeit eines Nachdiplomstudiums und der Forschung im Bereich der Komplementärmedizin».

Artikel 9 Buchstabe c

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich/ ETH ist von einem grammatikalischen Fehler abgesehen mit dem vorgeschlagenen Wortlaut einverstanden.

JU, GE und die Kantonsapothekervereinigung (KAV) verlangen die Beibehaltung des bisherigen Wortlauts «connaissances étendues» im französischen Text. Der Vorschlag «connaissances complètes» ist laut JU und KAV ehrgeizig, aber nicht realistisch. GE erscheint es unmöglich, die Grenzen umfassender Kenntnisse festzusetzen.

Der SVV vertritt die Auffassung, dass auch Kenntnisse über die Wirtschaftlichkeit gefordert werden sollten und beantragt den Wortlaut «…die Risiken und die Wirtschaftlichkeit von Arzneimitteln».

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP), der Dachverband Komplementärmedizin (DaKoMed) und der SDV stellen fest, dass im Bereich der Pharmazie eine starke Verlagerung von den Arzneimitteln zu den Nahrungsergänzungsmitteln stattfindet. Der DaKoMed schlägt deshalb folgende Ergänzung vor: «…über den Einsatz, die Wirkung, die Anwendung und die Risiken von Arzneimitteln, wichtigen Medizinalprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln». Die SP beantragt: «…über den Einsatz, die Wirkung, die Anwendung und