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Vernehmlassung 2010/14: Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung über die Sicherheitspolitik der Schweiz · 84 Seiten

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SIPOL B: Entwurf, 14. April 2010 Seite 13 _____________________________________________________________________________________

Es ist nicht objektiv und exakt bestimmbar, wie wahrscheinlich es ist, dass die Schweiz in den kommenden 10-15 Jahren mit diesen Bedrohungen und Gefahren konfrontiert wird; möglich ist nur eine grobe Abschätzung. Eine zweite Kernfrage - wie gross die Folgen wären, wenn die eine oder andere Bedrohung oder Gefahr Realität würde - kann ebenfalls nicht präzis beantwortet werden, weil das von den konkreten Umständen abhängt. Die folgende Abbildung zeigt deshalb nur eine grobe Einschätzung der direkten Bedrohungen und Gefahren.

verbotener Nachrichtendienst natur- und zivilisationsbedingte

Katastrophen und Notlagen

organisiertes Verbrechen

Angriffe auf Informatik-

Gewalt gegen Leib und Leben Infrastruktur

Nötigung mit wirtschaflichen

Mitteln

Versorgungsstörungen

gewalttätiger Extremismus in Folge von Konflikten

Terrorismus

militärischer Angriff

geringe Auswirkungen mittlere Auswirkungen grosse Auswirkungen auf die Schweiz auf die Schweiz auf die Schweiz

33 Verwundbarkeit der Schweiz

Die Frage nach der sicherheitspolitischen Gefährdung der Schweiz kann auch anders angegangen werden; von der Frage ausgehend, wie und wo die Schweiz durch einzelne Bedrohungen oder Gefahren oder eine Kombination derselben besonders empfindlich getroffen werden könnte. Statt um einzelne Bedrohungen oder Gefahren geht es bei dieser Sichtweise um die Anfälligkeit und damit die potenzielle Verwundbarkeit der Schweiz. Ein solcher Ansatz ist nicht grundlegend verschieden von der herkömmlichen Bedrohungs- und Gefahrenanalyse, und er führt auch nicht notwendigerweise zu anderen oder besseren Ergebnissen. Das Aufzeigen von Verwundbarkeiten kann aber helfen, Bedrohungen und Gefahren und deren mögliche Auswirkungen auf Staat und Gesellschaft besser zu illustrieren – dies auch deshalb, weil die herkömmliche Lagebeschreibung unter den derzeitigen Bedingungen, mit einer unübersichtlichen Gemengelage von Bedrohungen und Akteuren, diffus und abstrakt bleiben muss.