Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2011/19: Bundesgesetz über die Weiterbildung (Weiterbildungsgesetz, WeBiG) · 59 Seiten
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Erläuternder Bericht
durch die Einführung der Berufsmaturität die Durchlässigkeit zwischen berufspraktischen und allgemein bildenden Abschlüssen verbessert. Auch im Weiterbildungsangebot spiegelt sich die Nachfrage am Arbeitsmarkt wider. Allgemeine, berufsübergreifende Elemente gewinnen neben der Vermittlung von fachtechnischem Wissen an Bedeutung. Sprachen und Informationstechnologien sind die mit Abstand am meisten nachgefragten Weiterbildungsangebote. (BfS, 2010a)
Demografische Entwicklungen
Gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) ist bereits jede zweite Person der erwerbstätigen Bevölkerung in der Schweiz über vierzig Jahre alt. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Jugendlichen und damit das Potenzial an künftigen Erwerbsfähigen. Der Zufluss an neuem und aktuellem Wissen und Können erfolgt je länger desto weniger über die Rekrutierung von Nachwuchskräften. Innovation wird künftig weniger über den Generationenwechsel als über Weiterbildung auf allen Qualifikationsniveaus gewährleistet.
(Credit Suisse, 2010, S. 13)
Berufliche Neuorientierung und Wiedereinstieg
Berufliche Karrieren ohne grössere Veränderungen werden immer seltener. Wechsel aufgrund persönlicher Neuorientierungen, durch den technologischen Fortschritt bedingte Veränderungen von Berufsbildern und Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt nach einer Familienphase werden sich voraussichtlich in den nächsten Jahren zum Normalfall entwickeln. Beides, berufliche Neuorientierung und beruflicher Wiedereinstieg, ist wegen der raschen Veränderungen in der Regel mit beträchtlichem Weiterbildungsaufwand verbunden.
Integration
Eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung und die erfolgreiche Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt von Menschen mit Behinderungen, von Geringqualifizierten, von Migrantinnen und Migranten aber auch von älteren Menschen setzt Weiterbildungsanstrengungen auf verschiedenen
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Ebenen voraus.
Im Migrationsbereich steht der Erwerb von Sprachkenntnissen und beruflicher Qualifikation aber auch die Anrechnung bereits erworbener Bildungsleistungen und Berufserfahrungen im Vordergrund. Menschen mit Behinderungen ist nach Möglichkeit der Zugang zu Weiterbildungsangeboten zu vereinfa-
5 Für den Bereich Migration vgl. den Integrationsbericht des BFM. (BFM, 2006). 011/2011/03844 \ COO.2101.108.5.372040 8/59