Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 24 Seiten
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auch nicht gemacht werde und ein anderer Standort gesucht werde, sei in den erläuternden Bericht aufzunehmen.
Nachhaltigkeit allgemein
Die FDP begrüsst, dass mit temporär einzusetzender Infrastruktur Bauruinen verhindert werden sollen.
Der STV möchte in den geplanten Ausschuss zur Führung und Koordination der verschiedenen Arbeitsgruppen betreffend NIV einbezogen zu werden. Idealerweise seien die von der „Wachstumsstrategie für den Tourismusstandort Schweiz“ (Bericht Bundesrat vom 18.6.2010) getragenen Umsetzungsprogramme (SECO, Ressort Tourismus vom 27.2.2012) mit den NIV-
Zielsetzungen abzustimmen. Die zu erwartenden wirtschaftlichen Effekte der Spiele seien auch über den Zeithorizont 2013-2022 hinaus im Bericht noch transparenter und konkreter auszuarbeiten.
Der FSU ist der Meinung, dass die Ausarbeitung der Olympiakandidatur mit der dadurch entstehenden Dynamik und den zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Ressourcen eine Chance sein kann, zukunftsfähige Entwicklungen im Kanton Graubünden anzustossen und mit den Partnern weiterzuentwickeln. FSU sieht dies insbesondere im Entwurf des Konzepts für nachhaltige Olympische Spiele und im NIV Prozess gegeben. Der FSU erhofft sich neben hervorragenden und wirklich nachhaltigen olympischen Winterspielen auch einen Gewinn in Bezug auf die Nutzung und Weiterentwicklung von innovativen Verfahren und Prozessen. Die grosse Chance des vorliegenden Konzepts sehe man darin, dass mit der Kandidatur ein Nachweis erbracht werden könnte, dass sich Olympische Winterspiele auf kleinem Raum in den Bergen durchführen lassen und sie den Kriterien der Nachhaltigkeit - auch der ökonomischen - genügen. Eine grosse Herausforderung werde hierbei die Nachnutzung der für die Spiele erstellten Infrastruktur nach 2022 darstellen. Als Voraussetzung seien in der Projektorganisation genügende Mittel (personell, finanziell) für die Bearbeitung raumplanerischer Fragen und die Suche nach zukunftsfähigen Lösungen vorzusehen.
Der SGB bezweifelt eine nachhaltige Beschäftigungswirksamkeit. Die öffentliche Hand könne mit Investitionen in der gleichen Grössenordnung anderweitig einen viel nachhaltigeren, geografisch umfassenderen Erfolg erzielen und mehr Branchen abdecken.
GPS, WWF, VCS, mw, CIPRA, SVS, SL, vbu, Pro Natura führen aus, dass eine neue Bewerbung glaubhaft und nachweisbar belegen müsse, weshalb gerade eine Kandidatur in der Schweiz zu einem grundsätzlichen Wandel und „neuen“ Spielen führen sollte. Im erläuternden Bericht würden dazu jedoch die notwendigen Anhaltspunkte fehlen. Insgesamt lasse sich auch kaum erkennen, inwieweit der Bundesrat der Kandidatur bereits heute Erfolgschancen einräume. Es verstehe sich von selbst, dass bei derart gigantischen Grossanlässen wie olympischen Spielen nicht alle Unsicherheiten bereits von Beginn weg ausgeräumt werden können. Es sei jedoch die Gesamtheit der zu wenig verbindlichen und nicht zweifelsfrei feststehenden Punkte, welche gegen die Verwendung öffentlicher Mittel für ein nicht nachhaltiges Vorhaben spreche. Es dürfe der Bevölkerung nicht zugemutet werden, mit einer „Katze im Sack“ allenfalls eine Hypothek für die Zukunft annehmen zu müssen.
Der SRV und Swiss Athletics stehen vorbehaltslos hinter dem NIV-Konzept, welches überzeuge. Es gehe insbesondere auch darum, dass die Sportförderung, und darin insbesondere der Spitzensport und der leistungsorientierte Nachwuchsleistungssport, eine grössere Bedeutung erhalten und die Sportförderung auch finanziell verstärkt werden kann, damit die Fachverbände ihre Massnahmen in den jeweiligen Sportarten durchführen, ihre Infrastrukturen weiter verbessern oder die eingeleitete Professionalisierung weiter führen können. Swiss Athletics ist der Meinung, dass mit der Umsetzung der im NIV-Konzept angedachten Strategien und Massnahmen bezüglich der Sportförderung in der Schweiz bereits in der Kandidaturphase begonnen werden solle. Dafür brauche es zusätzliche Mittel.
SPV und hotelleriesuisse unterstützen die NIV-Prinzipien der Schweizer Kandidatur, wonach sowohl in der Kandidatur- als auch in der Projekt- und Durchführungsphase Nachhaltigkeit, Innovation und Vermächtnis angestrebt werden. Von den Olympischen Winterspielen Schweiz 2022 erwartet die SPV wichtige Impulse für Sport, Wirtschaft und Gesellschaft. Nachhaltigkeit müsse in ihrer dreidimensionalen Bedeutung von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft umge-