Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 24 Seiten
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tersaison sei eine Stärkung des Sommertourismus angebracht. Die Strategie zur Stärkung der Sommerangebote sei – unter anderem als Reaktion auf den Klimawandel – seit einigen Jahren auch bei Schweiz Tourismus zu erkennen. Es sei daher fraglich, wie weit für die Schweiz das „Image als Wintertourismusland“ zusätzlich gestärkt werden soll. Vielmehr bestehe die Gefahr, dass der Anlass die Erholungsqualität der Landschaft insbesondere für den nachhaltigen Sommertourismus schmälere. Zumindest müssten grosszügige Kompensationen, also die Schaffung von Komplementär- und Ruhezonen für unvermeidbare Eingriffe vorgesehen werden.
SVS, SL, vbu, Pro Natura bemerken, dass die Aussage, wonach auch die in Zürich und Opfikon beherbergten Personen mit Bahn und Bussen und nicht mit Helikoptern ins Oberengadin gelangen müssten, zentral sei und daher in den erläuternden Bericht aufgenommen werden müsse.
GastroSuisse und Hotelleriesuisse erachten es als sinnvoll, Winterspiele dort durchzuführen, wo der Wintersport zu Hause ist. Dies werde beachtliche positive Auswirkungen auf den Tourismus auf nationaler und internationaler Ebene haben. Nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur würden den Tourismusstandort Schweiz stärken. Dies sei wichtig für die Regionalwirtschaft und den Tourismus. Dies auch in Anbetracht der Rückgänge der Logiernächte.
Verkehr
GR stellt fest, dass ein Grossteil der zur Diskussion stehenden Projekte bereits Bestandteil der Planungen des Bundes seien. Die Projektrealisierung würde im Rahmen der Durchführung Olympischer Winterspiele in Graubünden vorgezogen. Insofern stelle sich die Frage ob diese Projekte vollumfänglich dem Investitionsbudget Olympische Winterspiele Schweiz 2022 zuzurechnen seien oder ob nicht vielmehr nur die im Zusammenhang mit der vorgezogenen Realisierung entstehenden Kosten dem Projekt anzulasten seien. Weiter könne mit dem Bau des Wolfgangtunnels zwischen Klosters und Davos die Kapazität der RhB nachhaltig gesteigert und die Fahrplansicherheit erhöht werden. Die Anzahl der einzusetzenden Busse könnte so reduziert werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit sei die Realisierung des Wolfgangtunnels nochmals zu prüfen und ein entsprechender Hinweis in den erläuternden Bericht aufzunehmen.
GR weist weiter darauf hin, dass die in der Tabelle auf Seite 23 des erläuternden Berichts dargelegten Massnahmen und Investitionen im Schienen- und Strassenverkehr aufgrund der Machbarkeitsstudie als notwendig erachtet werden. Die dargestellten Zahlen würden jedoch nicht mit den in der Botschaft der Regierung des Kantons Graubünden enthaltenen Zahlen übereinstimmen und könnten auch anhand des Berichts Verkehrliche Machbarkeit nicht plausibilisiert werden. Im erläuternden Bericht des Bundes solle daher dargelegt werden, worin die Unterschiede zur Bündner Botschaft bestehen, damit in der politischen Debatte, in der öffentlichen Diskussion und im Abstimmungskampf nicht widersprüchliche Informationen vorliegen.
Gemäss SP und CP seien die Verkehrsflüsse in Bezug auf die einzelnen Gruppen wie SportlerInnen, MedienvertreterInnen, FunktionärInnen etc. nur ungenügend untersucht worden. Die Verkehrssysteme würden stark belastet bzw. überlastet werden. Die Auswirkungen auf Luftqualität und Lärmbelastung seien offen. Es gäbe noch zu viele offene Fragen, um eine seriöse Beurteilung dieses Bereichs vorzunehmen. Auf der Strasse seien die Austragungsorte zudem nur durch die Benützung von Pass- und Talstrassen erreichbar. Die Passstrassen seien bisweilen mit Wintersperren oder regelmässig auftretenden Schneekettenobligatorien belegt. Das habe zur Folge, dass weite Umwege gefahren werden müssen, falls eine Strecke gesperrt oder überlastet sei. Auch das führe zu Umweltbelastungen.
GPS, WWF, VCS, mw, CIPRA, SVS, SL, vbu, Pro Natura stellen sich die Frage, wie an Spitzentagen die Passagiere von 1'470 Bussen (pro Richtung) bei ungünstigen Witterungsverhältnissen auf gastfreundliche Art rechtzeitig am Bestimmungsort ankommen sollen. Wenn bereits davon ausgegangen werde, dass bei den gegebenen Platzverhältnissen „nicht alle Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees, wie zum Beispiel separate Fahrspuren für die olympische Familie“ erfüllt werden können, würden im erläuternden Bericht genügend aussagekräftige Angaben und Garantien zum Bereich Flugverkehr (z.B. betreffend Helikopterfliegerei, Flugplatz Samedan) fehlen. Im Falle der Verkehrsinfrastruktur würden die erwähnten Vorhaben im Übrigen zu einem beachtlichen Teil nicht mit den olympischen Spielen zusammenhängen