Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 24 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 5Fedlex · Ergebnisbericht

ZH begrüsst, dass es dadurch keine Auswirkungen auf die anderen Kantone gäbe. Als Flughafenkanton sei ZH aber von der Vorlage besonders betroffen.

LU hält fest, dass man in der Zentralschweiz an der Vorbereitung einer Kandidatur für Olympische Winter-Jugendspiele in Luzern und in der Zentralschweiz für das Jahr 2020 (YOG 2020) arbeite. Es sei wichtig, die beiden Kandidaturen optimal zu koordinieren und einen entsprechend offenen Austausch zu pflegen. Der Bundesrat, das BASPO und Swiss Olympic sollen offiziell Kenntnis nehmen von der Vorbereitung der Kandidatur Youth Olympic Games Lucerne 2020 Central Switzerland . Vor der Volksabstimmung am 3. März 2013 soll eine Standortbestimmung mit dem Bundesrat, dem BASPO, Swiss Olympic, den Zentralschweizer Kantonen und der Geschäftsleitung des Initiativkomitees stattfinden.

Travail.Suisse kann sich mit der Organisation der olympischen Winterspiele lediglich einverstanden erklären, wenn diese mit weniger hohen Kosten und einem geringeren Defizit verbunden seien. Es sei ein Gleichgewicht zwischen den positiven Effekten für den Tourismus, für die Gesellschaft sowie für die Wirtschaft und den Investitionen anzustreben.

Der SGB führt aus, dass die olympischen Spiele eine Nummer zu gross für die Region seien. Dabei verweist der SGB auf die angespannten Finanzen des Kantons und die Gefahr, dass die normalen Steuerzahler immense Kosten zu übernehmen hätten. Zudem sei die Bündner Bauwirtschaft gut ausgelastet und brauche den Grossanlass kaum.

Die SP begrüsst, dass ein negativer Ausgang der Abstimmung im Kanton Graubünden über die Kandidaturvorlage das Ende des Projekts zur Folge hätte. Der Entscheid, ob eine Kandidatur weiterverfolgt werden soll, liege nämlich nur bei der Bevölkerung des Kantons Graubünden und insbesondere bei den direkt betroffenen Gemeinden.

FR, SPV, SL, Pro Natura, SAB, economiesuisse, SAC beantragen, dass der erläuternde Bericht in diversen Punkten um klare Aussagen zu ergänzen sei, damit spätere Zweifel und Uminterpretationen ausgeschlossen werden könnten (Präzisierungen z.B. zur Benutzung des Flugplatzes in Samedan, Transport der weiter entfernt untergebrachten Personen, Verzicht auf Offenhaltung des Flüelapasses, zur Suche neuer Standorte, wenn etwas umweltrechtlich nicht realisierbar ist, usw.). Diese offenen Fragen seien mit grösstem Respekt vor Umwelt und Natur zu lösen.

GPS, WWF, VCS, mw, CIPRA, SVS, SL, vbu, Pro Natura sind der Ansicht, dass gegen die

Olympiakandidatur die vorgegebenen organisatorischen Rahmenbedingungen sowie die spezifischen topografischen Verhältnisse im Alpenraum sprechen würden. Die mit jeder Austragung steigende hohe Zahl an teilnehmenden SportlerInnen, FunktionärInnen und HelferInnen sowie die Anzahl der durchzuführenden Wettbewerbe würden zu einem Ausmass an Belastung für Umwelt und Gesellschaft führen, das kaum vermindert werden könne. Der Alpenraum sei wenig geeignet, um Grossveranstaltungen dieser Art auf räumlich begrenztem Gebiet auf nachhaltige Weise durchzuführen. Dies gelte umso mehr, als aufgrund der Lage der Austragungsorte verkehrstechnisch und raumplanerisch grosse Herausforderungen zu bewältigen seien.

Der STV, SBS, SPV sowie der SGV gehen davon aus, dass der Anlass sich dazu eigne, die Schweiz in den Fokus der Weltöffentlichkeit zu stellen. Damit sei die Erwartung verbunden,

dass die Schweiz ihre politische Tradition, kulturelle Vielfalt, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und unvergleichliche Winter-/Landschaftsprägung auf einer prominenten Plattform präsentieren könne. Es soll dabei der Beweis erbracht werden, dass Begriffe wie Nachhaltigkeit, Innovation, Sicherheit, Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Qualität tatsächlich eine „Heimat“ haben; die

Schweiz. Das Konzept stelle ein gesamtschweizerisches Generationenprojekt dar, welches den Wintertourismus in der ganzen Schweiz stärke. Auch CVP, SRV und Swiss Athletics begrüssen und unterstützten die Vorbereitungsarbeiten sowie die Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022. Dieses Projekt werde für den Schweizer Sport sowie die Schweiz als Ganzes viele positive Auswirkungen haben.

Dem SRV ist es ein grosses Anliegen, dass nicht nur die Wintersportarten von einer Kandidatur oder den olympischen Spielen profitieren, sondern dass auch für die Sommersportarten positive Effekte generiert werden. Es seien bereits kurzfristig Massnahmen einzuleiten, die nachhaltig seien. Die bereits vorhandenen Mittel für den Spitzensport, welche sowohl im öffentlich-

rechtlichen wie auch im privatrechtlichen Sport bereits vorhanden seien, seien zudem auf Effi-