Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2012/93: Beiträge des Bundes an die Olympischen Winterspiele Schweiz 2022 · 24 Seiten
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und ihr öffentlicher Nutzen sei auch bei einem Verzicht auf eine Kandidatur nicht gefährdet. Wie auch im Fall privater Infratrukturvorhaben sei die Realisierung jedoch von nicht fest vorausplanbaren Faktoren wie der finanziellen Lage und politischen Beschlüssen abhängig. Olympische Winterspiele würden daher an Stelle vorgezogener Infrastrukturprojekte vor allem Eines bringen: Erhöhte Bautätigkeit mit zusätzlicher Lärm- und Luftbelastung. WWF, SVS, SL, vbu, Pro Natura bemängeln, dass es keine besonderen Konzepte für die Sicherstellung des Verkehrsflusses bei ausserordentlichen Wetterverhältnissen wie starker Schneefall, Lawinengefahr oder geschlossenen Strassen- und RhB-Strecken gäbe.
Pro Natura interessiert, wie sich der Abtransport der 35‘000 Besucher der Eröffnungszeremonie aus der „Meiereibucht“ bei St. Moritz mit dem öffentlichen Verkehr funktionieren soll.
Gemäss SVS, SL, vbu, Pro Natura sei die Aussage, dass der Flugplatz Samedan aus Sicherheitsgründen für Flächenflugzeuge nicht zur Verfügung stehen könne, zentral und gehöre in den erläuternden Bericht. Weiter seien zur Abschätzung der Umweltauswirkungen nachvollziehbare Schätzungen der Helikopterflugbewegungen unverzichtbar.
Infrastruktur
Die FDP bemerkt, dass in der Botschaft eine Darstellung fehle, ob und wie die vom Parlament beschlossene NASAK-Vorlage zu Synergien mit den olympischen Spielen 2022 führen könne.
Procap fordert, die konsequente hindernisfreie Ausgestaltung aller mit den Olympischen Winterspielen 2022 zusammenhängenden baulichen Vorhaben von allem Anfang an in den Planungsprozess einzubeziehen und zu dokumentieren. Hinreichende Ressourcen für die bauliche Umsetzung und die fachliche Begleitung (Planung und Kontrollen) seien bereitzustellen, die zuständigen Fachstellen und ihre Organisationen sollen als Partner für Planung und Umsetzung einbezogen werden. Es gehe dabei nicht bloss um die Durchführung der Paralympics. Der gesamte Publikumsbereich, die Unterkünfte und alle weiteren Nebeneinrichtungen sollen die Anforderungen der Hindernisfreiheit erfüllen.
GR ist der Meinung, dass die gemäss Seite 24 unten und Seite 25 oben im erläuternden Bericht allenfalls zu treffenden Massnahmen schon vor der Einreichung eines konkreten Bauprojektes und nicht erst spätestens bei dessen Einreichung geklärt sein sollen, insbesondere wenn es sich um planerische Anpassungen handelt. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass diese aus zeitlichen Gründen nicht mehr vollzogen werden können. Die Formulierung sei entsprechend anzupassen.
GPS, WWF, VCS, mw, CIPRA, SVS, SL, vbu, Pro Natura kritisieren, dass im Fall eines Ausbaus bestehender Infrastrukturen unter Umständen keine Möglichkeit bestehe, dies ökologisch vorbildlich durchzuführen. Dies treffe insbesondere auf allfällige Beschneiungsanlagen zu. Zu solchen würden kaum Aussagen vorliegen.
WWF, SVS, SL, vbu, Pro Natura stellen fest, dass zu den Umweltauswirkungen der permanenten und temporären Infrastrukturbauten zurzeit kaum Informationen vorliegen würden. In der Machbarkeitsbeurteilung umfasse die Umwelt und Nachhaltigkeit nur gerade ein paar allgemein gehaltene Zeilen. Bestehende Konflikte mit Schutzzielen würden nicht behandelt werden.
Pro Natura stellt fest, dass bei den Infrastrukturbauten insgesamt noch viele Unsicherheiten bestehen würden. Die Machbarkeit der Olympiadörfer in St. Moritz und besonders in Davos sei mehr als fraglich.
ASSA/ASSS hält fest, dass man sich Sorgen mache um sportliche Infrastrukturen in der
Schweiz. Es sollen vernünftige Investitionen getätigt werden und die Bauten sollen die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung respektieren.
Raum, Umwelt und Nachhaltigkeit
GR bemerkt, dass seitens des Amtes für Raumentwicklung keine summarische Vorprüfung durchgeführt worden sei. Entsprechend liege auch kein Bericht vor.