Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2013/17: Totalrevision des Gütertransportgesetzes; Gesamtkonzeption zur Förderung des Schienengüterverkehrs in der Fläche · 108 Seiten

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Fertigprodukte investieren, um eine reibungslose Produktion zu ermöglichen. Für den Detailhandel gewährleistet die Schiene die Versorgung mit Frischwaren.

Schienengüterverkehrsangebote in der Fläche erhöhen in der Konsequenz die breite Akzeptanz des Nachtfahrverbots in der Schweiz. Denn mögliche Wettbewerbsnachteile von Unternehmen in der Schweiz werden gegenüber Unternehmen im europäischen Ausland (ohne Nachtfahrverbot) reduziert.

Beitrag zur Entlastung der Umwelt

Der Schienengüterverkehr in der Schweiz trägt wesentlich zur Entlastung der Umwelt im Bereich der Luftschadstoffe (NOX, NO2, PM10 aus Verbrennungsprozessen bei) bei. Aufgrund des nahezu CO2-freien Strom-Mix der Schweizer Bahnen ermöglicht der Schienengüterverkehr zudem eine starke Reduktion der Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Strassentransport. In einer aktuellen Studie im Rahmen des vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) koordinierten SVI-Forschungspakets 'Strategien zum wesensgerechten Einsatz der Verkehrsmittel im Güterverkehr der Schweiz'49 wurden aktuelle Zahlen zur Emission von Luftschadstoffen im Schweizer Güterverkehr zusammengestellt. Die nachfolgende Karte zeigt den Anteil der schweren Güterfahrzeuge an den gesamten Stickoxidemissionen (NOX) des Strassenverkehrs in der Schweiz für das Jahr 2010.

Abbildung 19: Stickoxidemissionen der Schweren Nutzfahrzeuge in der Schweiz 2010. Quelle: SVI Forschungspaket Güterverkehr, Teilprojekt H

Deutlich sichtbar wird dabei der hohe Anteil des Schwerverkehrs im Mittelland im Dreieck Basel-Zürich-Bern sowie auf der A2 in Richtung Luzern sowie der gesamten Gotthardachse. Dort ist der Schwerverkehr für 40 bis 60 % (orange) bzw. 60 bis 80 % (rot) der Gesamt-Stickoxidemissionen des Strassenverkehrs verantwortlich.

49 Teilprojekt H: Ortsbezogene Massnahmen zur Reduktion der Auswirkungen des Güterverkehrs, Teil I: Referenzzustände 2010 und 2020 "Umweltatlas", Schlussbericht, Bern 2012.