Bericht Fortsetzung

Vernehmlassung 2013/32: Totalrevision der Verordnung über die Finanzhilfen an gewerbeorientierte Bürgschaftsorganisationen · 51 Seiten

Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 42Fedlex · Erläuternder Bericht

Die Evaluatoren empfehlen:

(15) Es ist eine Verbesserung der Effizienz im Gesamtsystem (Banken-BG-GBZ) anzustre-

ben und folgende Alternativen zu prüfen:

a) Aufteilung des Eigenkapitals der GBZ auf die anerkannten BG

b) Einführung eines Automatismus der Bürgschaftsübernahme durch die GBZ (allenfalls für Bürgschaften ab einem gewissen Volumen)

c) Klarere Konzeption der GBZ als Rückversicherung: Die Konditionen werden zwischen der GBZ und den BG individuell ausgehandelt.

Dimension 6 „Eignung des Controlling- und Steuerungssystems“

Das heutige System wird vom Bund primär über Mengenziele gesteuert, folglich wird auch beim Reporting und Controlling in erster Linie auf die Volumenentwicklung abgestellt. Die Evaluatoren stellten fest, dass der Bund seine Aufsichtsfunktion mit den verfügbaren Informationen nur beschränkt wahrnehmen kann. Sie empfehlen deshalb dem SECO:

(16) Die Errichtung einer Verlustdatenbank zur systematischen Überwachung der Verluste. (17) Von den Bürgschaftsgenossenschaften ist gemeinsam mit dem SECO zu prüfen, wie

beim Verlust-Management (Wiedereingänge) Synergien zwischen den Organisationen genutzt werden können (z.B. Beauftragung einer zentralen Stelle, die für die Wiedereingänge aller Genossenschaften zuständig ist).

Dimension 7 „Kundenorientierung der Leistungen“

Der Bekanntheitsgrad des gewerbeorientierten Bürgschaftswesens bei den KMU selbst wird von den Evaluatoren als eher gering eingeschätzt.

Die Evaluatoren empfehlen:

(18) Die Bürgschaftsgenossenschaften sollten die Bekanntheit des Bürgschaftswesens bei

den KMU selbst über geeignete Marketing-Massnahmen steigern.

(19) Die Bürgschaftsgenossenschaften sollten zukünftig verstärkt auch eine beratende

Funktion gegenüber dem KMU-Kunden wahrnehmen.

Dimension 8 „Wirksamkeit“

Es hat sich gezeigt, dass das Bürgschaftswesen heute nach wie vor stark auf die ländlichen Gebiete und das traditionelle Gewerbe ausgerichtet ist. Insbesondere die Tatsache, dass das Bürgschaftsvolumen heute regional sehr unterschiedlich verteilt ist und in manchen Kantonen nur einen sehr kleinen Marktanteil abdeckt, weist auf zusätzliches Marktpotential hin. Zur Verbesserung der Wirksamkeit ist aus Sicht des Evaluators anzustreben, dass das Bürgschaftswesen auch ausserhalb des traditionellen Gewerbes – insbesondere auch im unternehmensbezogenen Dienstleistungsbereich – Fuss fasst.

Die Evaluatoren empfehlen:

(20) Bei der Wirkungsmessung sollte das SECO die Verlust-/Risikokomponente stärker be-

rücksichtigen.

(21) Es ist seitens des SECO eng mitzuverfolgen, wie sich die Verteilung der Bürgschaften

auf Branchen, Regionen und Banken(-gruppen) entwickelt. Allenfalls sollten den Bürgschaftsgenossenschaften spezifische Volumenziele für einzelne Kantone bzw. Regionen vorgegeben werden.

Empfehlungen zu den Aussenstellen

Die Evaluatoren haben im Rahmen des Zusatzberichts zu den Aussenstellen acht weitere Empfehlungen formuliert.

644.10/2011/00954 \ COO.2101.104.5.3993630 42/51