Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/63: Bundesgesetz über die Finanzdienstleistungen (Finanzdienstleistungsgesetz, FIDLEG) und Bundesgesetz über die Finanzinstitute (Finanzinstitutsgesetz, FINIG) · 67 Seiten

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Bericht des Eidgenössischen Finanzdepartements über die Vernehmlassungsergebnisse zum

Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) und zum Finanzinstitutsgesetz (FINIG)

Vertrieb (foreign banks). Nach Auffassung mehrerer Vernehmlassungsteilnehmer sollte der

Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen ebenfalls im FIDLEG geregelt werden (AIMA, Black-Rock, Lenz&Staehelin);

öffentliches Angebot (u.a. Personenkreis, Kaufsbegriff) (GE, SVP, economiesuisse, Swiss-

Banking, alliancefinance, Bär&Karrer, CS, Homburger, Lenz&Staehelin, SECA, SIX, SVIG, SVSP, Swisscanto, SwissHoldings, UBS, Vontobel ZKB).

Auch verlangt wird, Mitarbeiter von Finanzdienstleistern nicht selber als Finanzdienstleister zu definieren und als neue Definition diejenige des Anbieters einzuführen (AIMA, Bär&Karrer, welche auch den Begriff des Anlageprodukts einführen möchten; CS, Lenz&Staehelin UBS, Vontobel).

1.1.3 Kundensegmentierung, Opting-out und Opting-in (Art. 4 s. VE-FIDLEG)

Mit Ausnahme der ablehnenden Haltung der SVP und der alliancefinance gibt die in Art. 4 VE-FIDLEG vorgeschlagene Kundensegmentierung nur Anlass zu technischen Bemerkungen und Klärungsfragen auf. Einerseits sollte die Segmentierung besser mit dem KAG harmonisiert (GE, economiesuisse, Avocats GE, Kantonalbanken, Treuhandkammer, UBS) und an die europäische Regelung angeglichen werden (AIMA, Bär&Karrer, GCO, Homburger, Lenz&Staehelin, PLR-GE, ZKB). Diesbezüglich wird mehrfach gefordert, statt von «institutioneller Kunde» von «geeigneter Gegenpartei» zu sprechen (economiesuisse, Swissbanking, AIMA, AXA, Bär&Karrer, BlackRock, CFA, CS, foreign banks, Homburger, Privatbanken, SFAMA, UBS, Vontobel, ZKB). Andererseits sei zu präzisieren, dass die Kategorie «professionelle Kunden» sowohl schweizerische als auch ausländische Kunden umfasse (SFAMA) und dass potenzielle Kunden ebenfalls als Kunden gemäss Abs. 1 zu betrachten seien (Homburger, Lenz&Staehelin, Treuhandkammer, Uni-ZH). Der Begriff «professionelle Tresorerie» müsste definiert (Lenz&Staehelin, Vischer) – oder gestrichen (Homburger, Uni-ZH) – werden, ebenso der Begriff der «vermögenden Privatkunden» (SwissBanking, Privatbanken SFPO, Treuhandkammer, Vontobel). Dessen Auslegung müsse ausreichend breit sein, um auch juristische Personen, Personengesellschaften, Trusts, private Anlagevehikel und andere juristische Vermögensstrukturen zu umfassen (AIMA, Lenz&Staehelin, SATC). Zudem sollte der Bundesrat die Kompetenz erhalten, weitere Kategorien von institutionellen Kunden zu bezeichnen (Bär&Karrer, CS, Homburger, ZKB).

Als professionelle Kunden sollten ebenfalls die folgenden Institute gelten: Private Anlagevehikel (SwissBanking, CS, foreign banks, Homburger, UBS, Vontobel, ZKB), grosse Unternehmen im Sinne der MiFID (Bär&Karrer, SECA), Gruppengesellschaften, Finanzkonglomerate und Versicherungsgesellschaften (Homburger), Anlagestiftungen, (Homburger), Gesellschaften, die bestimmte Finanzkennzahlen erfüllen (ZKB), Vermögensverwalter (SVUF), Gesellschaften, die im Energiehandel oder im Portfoliomanagement mit Derivaten, welche sich auf Energie und Emissionszertifikate beziehen, tätig sind (swisselectric) und Kunden mit Kenntnissen im Finanzbereich (Uni-ZH). Die ASIB verlangt, Vorsorgeeinrichtungen, die über eine professionelle Tresorerie verfügen, als Privatkunden zu bezeichnen, während sie nach Auffassung von CS und SVIG zur Kategorie der institutionellen Kunden gehören.

Die Möglichkeiten des Opting-out und Opting-in werden nicht bestritten. Allerdings wird eine Harmonisierung der Kriterien und der Formulierung insgesamt mit dem KAG (Avocats GE, COPTIS, CP, SVUF, Lenz&Staehelin, OAD-FCT, Privatbanken, UBS, ZKB) oder mit der MiFID gewünscht (AIMA, GCO, Privatbanken). Die Begriffe «Opting-up» und «Opting-down» werden der verwendeten Terminologie vorgezogen (SwissBanking, AIMA, CS, foreign banks, Homburger, Kantonalbanken, SFAMA, UBS, Uni-ZH, Vontobel, ZKB). Die Möglichkeit des Optingout sollte allen Privatkundinnen und –kunden, auch den nicht vermögenden, offen stehen (ZH, OW, SVP, alliancefinance, Bär&Karrer, Homburger, Inlandbanken, Kantonalbanken, Treu-