Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/69: Änderung der Rechtsgrundlagen für die Weiterentwicklung der Armee · 64 Seiten
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Erläuternder Bericht Rechtsgrundlagen WEA
Leistungen für andere Departemente und Ämter sowie Kantone und Gemeinden
(z. B. DEZA, BABS, BASPO, BAG, BWL, NDB, Meteo Schweiz) oder bundesnahe Betriebe (RUAG) und Koordinationsbereiche (wie z. B. ABC-Abwehr mit der Einsatzequipe VBS, Schadenwehr Gotthard, Armeesanität als Partner im Koordinierten Sanitätsdienst, Bereitstellung von insgesamt 800 Spitalbetten sowie Medikamentenbevorratung des Bundes);
Zur-Verfügung-Stellung von Infrastruktur zugunsten des Bundesamtes für
Migration;
Zur-Verfügung-Stellung von Ausbildungsinfrastruktur für die kantonalen Poli-
zeikorps;
Materialabgabe an Dritte (Fahrzeuge, Aggregate, Absperrmaterial, Abgabe
Sanitätsmaterial, Medikamente usw.);
Betrieb der Bundestankstellen;
logistische Dienstleistungen an Dritte aus den Bereichen Nachschub/Rückschub,
Instandhaltung, Transport und sanitätsdienstliche Unterstützung;
Sicherstellen der Information der Bevölkerung durch den Bund in Krisenlagen
durch Betrieb von Notsendern;
Erstellen einsatzspezifischer Übermittlungsnetze bei Katastrophen und in Notla-
gen.
Sämtliche im Leistungsprofil aufgelisteten Leistungen sind kumulativ, d.h. sie können bei Bedarf alle gleichzeitig erbracht werden.
Das Leistungsprofil basiert auf sorgfältigen Berechnungen, die zahlreiche Elemente berücksichtigen:
die Koordination von Leistungserbringung und Ausbildung;
die Eigenheiten des Milizsystems (wenige Angehörige der Armee zu einem
gegebenem Zeitpunkt im Dienst);
Zuweisung der Leistungen an eine konkrete Gruppe von Angehörigen der Ar-
mee (und nicht bloss der Armee als ganzer);
Optimierung der für die Sicherstellung der Bereitschaft aufgewendeten Ressour-
cen;
Ausrichtung auf eine möglichst betriebswirtschaftliche Logistikführung;
eine möglichst geringe Belastung von Wirtschaft und Gesellschaft.
Das Leistungsprofil muss trotz dieser soliden Abstützung auch in Zukunft flexibel angepasst werden können, um Veränderungen in den Bedrohungen und Gefahren, aber auch den Mitteln zu ihrer Bewältigung zu berücksichtigen.
4.2 Bereitschaftssystem
Ziel des Bereitschaftssystems ist es, die zeitlichen Anforderungen des Leistungsprofils zu erfüllen. Dies erfordert auch die Fähigkeit, Kräfte aus dem Stand aufzubieten. Das Bereitschaftssystem basiert auf vier Kategorien von Formationen, die sich in der