Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/1: Änderung der Jagdverordnung · 44 Seiten
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Referenz/Aktenzeichen: N091-1288
Ein Kanton [GL] beantragt folgende Anpassungen: «Eine Regulierung (…) aus eigenem
Antrieb regelmässig wiederholt innerhalb oder…»
Ein Kanton [SZ] verlangt, dass die Identifizierung des schadenstiftenden Wolfs
gewährleistet sein muss. Diese Präzisierung sei im Streifgebiet eines Rudels besonders wichtig, um die Kausalität zwischen Schaden und Abschuss zu gewähren.
Zwei Kantone [AR, FR] beantragen eine Anpassung der JSV, so dass menschliche
Aktivitäten in Streifgebieten von Wölfen, die Wölfe in Siedlungsnähe anlocken, untersagt sind.
Kanton ZG: «Eine Regulierung infolge aufgrund einer erheblicher Gefährdung von
Menschen ist zulässig, wenn sich Wölfe aus dem einem Rudel aus eigenem Antrieb regelmässig innerhalb oder in unmittelbarer Nähe von und wiederholt näher als 100 m an Siedlungen heranwagen aufhalten und sich dabei oder einzelne Tiere aggressives
Verhalten gegenüber Menschen zu wenig scheu oder aggressiv zeigen».
Kanton VD/Service de l’agriculture: «Une régulation lorsque les loups représentent un
grave danger pour l’homme est admissible si de leur propre initiative des loups vivant en meute s’approchent régulièrement de zones habitées ou y pénètrent en se montrant trop peu farouches ou agressifs envers l’homme».
Ein Kanton [VS] beantragt zudem dass eine Regulierung infolge erheblicher Gefährdung
von Menschen immer zulässig sein soll und nicht von einer Rudelbildung abhängig gemacht werden dürfe.
Ein Kanton [VS] beantragt eine Anpassung des Erläuterungsberichtes bezüglich dem
Verbot von Luderplätzen (Erläuterungsbericht S. 5). „De fait elle pénalise la chasse aux renards. Or celle-ci est très importante dans les espaces ruraux de notre canton et le devient aussi dans les agglomérations urbaines. Chez nous cette chasse permet
effectivement de stabiliser les effectifs et évite l’extension des renards jusqu’au coeur des villes. Elle contribue incontestablement à la biodiversité des espèces. Pour le surplus force est d’admettre qu’un loup qui prend l’habitude de se nourrir à proximité des lieux habités alors qu’il existe manifestement suffisamment de ressources dans son environnement naturel n’est plus réellement sauvage et ceci le rend forcément dangereux pour
l’homme ».
Politische Parteien:
Die BDP beantragt, dass eine Regulierung infolge erheblicher Gefährdung von Menschen
immer zulässig sein soll. Die Voraussetzung zum «eigenen Antrieb» sei in der Bedingung zu einer Regulation von Wolfsbeständen zu streichen. Die SP beantragt (Eventualantrag), Futterquellen für Wildtiere in der Nähe von Siedlungen generell zu verbieten.
Bereich Wald:
Vier Organisationen [Bildungszentren Wald Maienfeld und Lyss, GWG, Pro Silva]
beantragen im Sinne eines Eventualantrags die folgenden zwei Ergänzungen: 1) «In Streifgebieten von Wolfsrudeln sind Massnahmen und Aktivitäten, die Wölfe in die Nähe von Siedlungen locken untersagt. Vor einer Regulierung durch Abschuss sind
Vergrämungsmassnahmen zu ergreifen.» 2) Neben einem sinnvollen Fütterungsverbot von Raubtieren sollte auch ein nationales Fütterungsverbot von Schalenwildarten in der Jagdverordnung Platz finden.
Bereich Landwirtschaft:
Acht nationale Organisationen [GS, Mutterkuh Schweiz, SAV, SBV,SZV, SZZV, BFSZV, Swiss
Beef.CH] und 24 regionale Organisationen9 beantragen folgende
9 Bündner Bauernverband, Bündnerischer Schafzuchtverband, Consorzio allevamento ovino e caprino della Vallemaggia, Montagna Viva, Oberwalliser Landwirtschaftskammer, Oberwalliser Schafzuchtverband, Oberwalliser Schwarznasenschafzuchtverband, Schafzuchtgenossenschaften Blatten/Bratsch/Ergisch/Ernen/Glis-Gamsen/Mund/Raron-St. German/Ried- 22/44 18.81/2002-02774/31/03/13/N091-1288