Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/1: Änderung der Jagdverordnung · 44 Seiten

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Referenz/Aktenzeichen: N091-1288

Beef.CH] und 23 regionale Organisationen21 weisen darauf hin, dass Schäden an Nutztieren nicht nur während der Sömmerungszeit auftreten können, sondern ganzjährig zu erwarten sind (im Tal-, Voralpen- und Berggebiet). Sie lehnen deshalb die Bedingungen und Auflagen bezüglich Schutzmassnahmen ab.

Eine nationale Organisation [Agridea] weist bezüglich dem Abschussperimeter darauf hin, dass die Möglichkeit einer Verstärkung der bestehenden Schutzmassnahmen ergänzt werden sollte. «L'efficacité des mesures de protection des troupeaux dépend de nombreux facteurs. Les mesures de protection (en particulier l'utilisation de CPT) mises en place sont souvent le résultat d'une pondération des intérêts de chacun (éleveur, touriste,…) et de la pression actuelle exercée par le/les prédateur(s). Les mesures de protection doivent donc souvent s'adapter au cours du temps. Une mesure de protection qui s'avère efficace durant une saison peut montrer des faiblesses la saison suivante. Et seule une attaque ou des attaques répétées d'un grand prédateur peuvent révélées avec objectivité ces faiblesses. C'est pourquoi, il semble cohérent d'ajouter à cet article une réserve concernant l'octroi d'un autorisation de tir par rapport à la possibilité d'améliorer les mesures existantes. Ceci permettrait d'avoir une marge de manœuvre pour essayer d'améliorer la situation sans octroyer un tir. »

Bereich Arten-, Natur- und Landschaftsschutz: Eine Organisation [CHWOLF] fordert, dass die

Einsprache zu regeln sei, da die Erteilung einer Abschussbewilligung einer delegierten

Bundesaufgabe entspreche.

Bereich Tierschutz: Eine Organisation [STS] äussert sich dezidiert gegen den Abschuss von

Wölfen auf Alpen, die als nicht schützbar beurteilt werden. Das Auftreiben von Schafen auf ungeschützte Alpen mitten im Wolfsgebiet käme einem Verstoss gegen die Fürsorgepflicht des Tierhalters und damit gegen das Tierschutzgesetz (TSchG) und die Tierschutzverordnung (TSchV) gleich.

Bereich Jagd: Zwei Organisationen [JagdSchweiz, Diana Suisse] lehnen die Befristung der

Abschussbewilligung ab. Aus Sicht von Diana Suisse bestehe zudem eine Inkohärenz zwischen Art. 9bisAbs. 2 und Art. 9bisAbs. 6 bezüglich Anrechnung erheblicher Schäden an Nutztieren und der Beschränkung des Abschussperimeters.

Bereich Landschaftsnutzung: Eine Organisation [Aqua Nostra Schweiz] lehnt die

vorgeschlagene Ausgestaltung der Abschussbewilligung vollständig ab und beantragt deren ersatzlose Streichung.

Detailanträge zum Absatz 6  Detailanträge zum Aspekt «zeitliche / räumliche Eingrenzung Abschussbewilligung»:

Kantone und Kantonskonferenzen:

Ein Kantonskonferenz [KOLAS]beantragt: «Die Abschussbewilligung muss der Verhütung weiteren Schadens an Nutztieren dienen. Der Abschussperimeter darf nicht zu restriktiv ausgelegt werden, da die Wölfe bekanntlich in kurzer Zeit weite Distanzen zurücklegen können. Sie ist auf längstens 60 Tage zu befristen sowie auf einen angemessenen

Abschussperimeter zu beschränken. Dieser entspricht dem Alpperimeter, wenn dort keine zumutbaren Schutzmassnahmen ergriffen werden können. Sie ist auf längstens 60 Tage nach Inkrafttreten zu befristen.» Begründung: Falls dem Verbandsbeschwerderecht Rechnung getragen werden müsse und die Bewilligung erst nach einer dreissigtägigen Einsprachefrist rechtskräftig wird, soll die Frist auf 90 Tage nach deren Ausstellung ausgedehnt werden.

Kanton ZG, Antrag zur Neuformulierung: «Die Abschussbewilligung ist auf längstens 3

Monate zu befristen und auf das angenommene Streifgebiet des schadenstiftenden Tieres zu beziehen».

Kanton VS, Antrag zur Neuformulierung: «L’autorisation de tir est valable durant toute la période où un danger potentiel d’attaque existe. Lorsque l’autorisation de tir est délivrée pour des dommages survenus sur un alpage non protégeable, le périmètre sur lequel ce droit peut

21 Ibid ohne Oberwalliser Landwirtschaftskammer 35/44 18.81/2002-02774/31/03/13/N091-1288