Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2015/25: Weiterentwicklung der Invalidenversicherung (IV) · 164 Seiten

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kostet. Da diese Angebote zu zwei Dritteln vom jeweiligen Kanton getragen werden sollen, ergeben sich für die IV Kosten von knapp 3 Millionen Franken pro Jahr.

Mitfinanzierung des Case Management Berufsbildung auf Kantonsebene

Gemäss der Evaluation der Einführungsphase variiert der Bedarf an Personal für das CM BB (vgl. Ziff. 1.2.2.2) pro Kanton zwischen 0 und 8 Vollzeitstellen. Damit arbeiten insgesamt rund 100 Personen in etwa 60 Vollzeitstellen für das CM BB. Die Kosten dafür werden auf höchstens 9 Millionen Franken geschätzt.104

In der aktuellen Konsolidierungsphase beteiligt sich das SBFI mit rund 4 Millionen Franken pro Jahr an der Finanzierung des CM BB. Dies deckt knapp die Hälfte der Gesamtkosten, der Rest geht zulasten der Kantone. Die Unterstützung der IV an der Weiterführung des CM BB (höchstens ein Drittel der Lohnkosten des CM BB) dürfte sich auf 3 Millionen Franken belaufen. Darin enthalten sind einerseits die Personalkosten der Kantone für das CM BB und anderseits auch die Lohnkosten für die Kontaktpersonen in den IV-Stellen.

Ausrichtung der erstmaligen beruflichen Ausbildung auf den ersten Arbeitsmarkt

Die Änderungen bei der EbA (vgl. Ziff. 1.2.2.4) haben abgesehen von den oben genannten Brückenangeboten und den unten genannten Beratungs- und Begleitungsleistungen keine weiteren Auswirkungen auf die IV.

Gleichbehandlung beim Taggeld mit gesunden Personen in Ausbildung und Verbesserung der Ausbildungschancen

Die Änderungen beim Taggeld (vgl. Ziff. 1.2.2.5) erhöhen für die IV-Stellen in der Einführungsphase den Personalaufwand. Namentlich sind eine neue Berechnungsmethode und Anpassungen in der Informatik der Ausgleichskassen notwendig. Zudem steigt mit dem früheren Leistungsanspruch die Anzahl der Beziehenden. Mittelfristig wird sich der Personalaufwand wieder auf dem aktuellen Niveau einpendeln.

Diese Änderungen führen für die IV aufgrund der Anzahl Betroffener und der durchschnittlichen Taggeldhöhe zu folgenden jährlichen finanziellen Folgen:

- 8 Millionen Franken Mehrkosten bei den 2000 Minderjährigen;

- 12 Millionen Einsparungen bei den Taggeldern für 1500 Versicherte während der Durchführung von Abklärungs-, medizinischen oder vorbereitenden Massnahmen

- 40 Millionen Franken Einsparungen bei den rund 6500 jungen Erwachsenen in einer beruflichen Grundbildung im ersten Arbeitsmarkt oder in einer Institution;

- 3 Millionen Franken Einsparungen bei den rund 200 jungen Erwachsenen in einer schulisch-akademischen Ausbildung; sowie

- 4 Millionen Franken Einsparungen bei den 1500 Personen, die über dem Alter von 25 Jahren noch in einer EbA sind.

104 Landert, Charles (2011): Case Management Berufsbildung. Bericht zur Umsetzungsevaluation. Kann abgerufen werden unter: www.sbfi.admin.ch > Themen > Berufsbildung > Evaluationen und Studien > Übersicht Evaluationen.