Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/25: Weiterentwicklung der Invalidenversicherung (IV) · 73 Seiten
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ZSL und Cap-Contact beziehen sich zwar nicht explizit auf diese Massnahme, äussern sich jedoch ablehnend, weil sie Jugendliche potenziell zu einer «Invalidenkarriere» dränge (ZSL) und «Behindertenstrukturen» schaffe (Cap-Contact).
3.3.3 Mitfinanzierung kantonaler Brückenangebote zur Vorbereitung auf erstmalige berufliche Ausbildungen Kategorie JA eher JA eher NEIN NEIN Total Kantone 12 13 1 026
Pol. Parteien 0 3 0 03
Städteverband etc. 0 2 0 02
Dachverbände Wirtschaft 2 3 0 05
Versicherungsinstitutionen 0 1 0 01
Behindertenorganisationen 8 3 0 011
Weitere und nicht Eingeladene 8 15 1 024
Total 30 40 2 072
Anteil 42% 56% 3% 0% 100%
Eingegangen sind 72 Stellungnahmen, vor allem in den Kategorien Kantone, Behindertenorganisationen und weitere/nicht Eingeladene. 70 befürwortenden Antworten stehen nur zwei ablehnende gegenüber.
Kantone
Die Regierungsräte von elf Kantonen beantragen eine 50%ige Beteiligung der IV an den Kosten. Dabei sei darauf zu achten, dass die kantonalen Zuständigkeiten für die Massnahmen wie heute bestehen bleiben, damit unklare Rollen und Doppelspurigkeiten vermieden werden können. Dem fügen die Kantone LU und AG an, dass die Brückenangebote auch für integriert geschulte Jugendliche offen und auf die Zielgruppe der psychisch behinderten Jugendlichen ausgerichtet sein sollten. Die Kantone AG, SH und VS fordern eine Koordination der Angebote mit Dritten (Arbeitslosenversicherung, Berufsberatung etc.). AG betont zudem die Wichtigkeit der Ausrichtung der Brückenangebote auf den ersten Arbeitsmarkt. Einzig der GE lehnt die vorgeschlagene Massnahme ab, da deren Umsetzung zu kompliziert sei.
In der Bundesversammlung vertretene politische Parteien
Es gab nur drei Rückmeldungen von politischen Parteien, alle bei eher JA. Die BDP weist darauf hin, dass die Massnahmen zielorientiert sein sollen.
Gesamtschweizerische Dachverbände der Gemeinden, Städte und Berggebiete
Schweizerischer Gemeindeverband und Schweizerischer Städteverband sagen beide seher JA und fordern - wie die Kantone - eine finanzielle Beteiligung der IV von mindestens 50%.
Gesamtschweizerische Dachverbände der Wirtschaft
Alle fünf Rückmeldungen liegen bei JA resp. eher JA. Der Schweizerische Arbeitgeberverband betont, dass eine gute Koordination mit den kantonalen Berufsbildungsämtern wichtig sein wird, damit diese auf eine bedarfsgerechte und effiziente Ausgestaltung der Angebote achten können.