Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/26: Totalrevision der Verordnung über den Risikoausgleich in der Krankenversicherung (VORA) · 42 Seiten
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Hingegen wird die hierarchische Zuteilung der multimorbiden Patienten von der SPO unterstützt. Der Nachteil, dass erhebliche Zusatzkosten bei Patienten unterkompensiert würden, müsse im Auge behalten werden.
Santésuisse merkt an, im Zweifelsfall müsse die Hierarchisierung der PCG von der EAK beraten werden (vgl. auch Abs. 5).
Abs. 5 :
ACSI und FRC fürchten, dass das bereits sehr volle Pflichtenheft der EAK es dieser nicht erlaube, die neue Aufgabe zufriedenstellend zu erfüllen.
Die FMH fragt sich, wie die EAK aufgrund der bereits hohen Arbeitsbelastung die zusätzliche Aufgabe bewältigen wolle.
Assura und santésuisse schlagen eine Präzisierung der Bestimmung vor, wonach die EAK das EDI auch bei der Hierarchisierung von PCG und der Bestimmung der Wirkstoffe berät.
Artikel 5 Indikator PCG
VD bevorzugt die Formulierung «GCP» anstelle von «PCG», da Letztere im Zusammenhang mit anderen Sozialversicherungen, namentlich den Ergänzungsleistungen zu AHV und IV, Verwirrung stiften könnte.
Economiesuisse begrüsst die Einführung des Indikators PCG.
ACSI und FRC halten eine Kontrolle der komplexen Kriterien, die in diesem Artikel aufgezählt sind, für unrealistisch und bezweifeln, dass das Kontrollorgan dafür die nötigen Mittel haben wird.
Assura und santésuisse heben hervor, dass die Versicherer, welche das System des Tiers garant praktizieren – und darunter insbesondere jene mit einem grossen Anteil an hohen Franchisen in ihrem Versichertenportfolio –, durch den gewählten Ansatz für die Zuordnung der Versicherten zu PCG strukturell benachteiligt werden, weil für alle nicht eingereichten Rechnungen eine Zuordnung zu PCG nicht vorgenommen werden könne. Als Lösungsansatz wäre die elektronische Übermittlung der notwendigen Daten über den Kauf von Medikamenten durch die Apotheken denkbar. Es handle sich hier zweifellos um eine wichtige Lücke des Systems, die nicht hinnehmbar sei. Deshalb wird beantragt, eine Folgenabschätzung über das Zusammenspiel zwischen den PCG-Kriterien, den hohen Franchisen und dem Tiers Garant durchzuführen, und je nach Resultat angemessene Lösungen zu finden.
Groupe Mutuel hält die Anwendung des Indikators PCG im Rahmen des Tiers garant für problematisch, namentlich in Anbetracht der Rechnungen, welche Versicherte dem Versicherer nicht einreichen, weil die Franchise nicht erreicht wird.
Abs. 2:
Der FMH erachtet es als nicht korrekt, dass Versicherte, welche aus Gründen einer relativen Kontraindikation oder einer Intoleranz auf ein Arzneimittel dauerhaft eine geringere Dosis (als die standardisierte Tagesdosis) erhalten, von der PCG nicht erfasst werden. Die Festlegung von DDD sei deshalb problematisch. Weiter sei die Mindestanzahl bzw. aufgrund welcher Kriterien sie vom EDI festgelegt werde, nicht bekannt.