Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2016/30: Verordnung des EDI über die Prämienregionen · 14 Seiten

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den Leistungserbringern entstehen kann, und eine griffige Revision des Tarifsystems, um den Kostenanstieg im ambulanten Bereich zu reduzieren.

- Grünliberale: Es muss ein neuer Ansatz geprüft werden, der auf funktionellen Räumen

beruht, wie sie etwa in der Raumplanung bekannt sind. Dieser alternative Ansatz würde die Mosaikwirkung vermeiden, die mit dem Kriterium der Gemeinde verbunden ist. Zudem würde er eine falsche Solidarität zwischen Stadt und Land verhindern und die Möglichkeit bieten, die Zweckmässigkeit kantonsübergreifender Prämienregionen zu prüfen.

- SGV: Es sollten sinnvolle funktionelle Räume definiert werden, die auf dem Gesund-

heitsverhalten der Versicherten und den Mobilitätsströmen basieren.

- economiesuisse: Die Einteilung der Prämienregionen sollte anhand des Versorgungsan-

gebots erfolgen. Nur dann sind in einer Prämienregion strukturell und kostenmässig ähnliche Gemeinden vereint.

- sgv: Statt das Prämiengefälle zu nivellieren, sollten Massnahmen eingeführt werden, um

das hohe Kostenniveau in den kostenintensiven Gemeinden zu senken.

- Aus Sicht von medswiss.net geht die Vorlage noch zu wenig weit: Die Zahl der Prämien-

regionen sollte reduziert und diese sollten an die Taxpunktregionen, d. h. die Kantone, angeglichen werden. Damit könnten die Versicherer und die Kantone Einsparungen erzielen.

- acsi: Die Prämienregionen sollten aufgehoben werden, um die Solidarität zu stärken. Bei

jeder Reform des KVG sollte der Schwerpunkt auf die wirksame Bekämpfung der Übermedikalisierung gelegt werden.

- Die FRC fragt sich, ob die Prämienregionen nicht von Jahr zu Jahr neu definiert werden

sollten, sobald eine namhafte Veränderung festzustellen ist.

- SKS: Die maximalen Prämienunterschiede sollten reduziert werden, um die Solidarität

zwischen den Versicherten und den Regionen zu stärken und gleichzeitig eine angemessene Berücksichtigung der Kostenunterschiede zu gewährleisten. Um einen abrupten Prämienanstieg zu vermeiden, sollten die Anpassungen in mehreren Stufen erfolgen.

- Unesco Biosphäre Entlebuch: In Anbetracht der zunehmenden Überalterung der Land-

ärzte und medizinischen Erstversorger sollte sich das BAG Gedanken zur dauerhaften Sicherstellung der ärztlichen Grundversorgung auf dem Land machen.

- Das Bündnis Freiheitliches Gesundheitswesen schlägt vor, an einer Verbesserung des

bestehenden Systems zu arbeiten, damit Prämienregionen noch stärker gestützt auf Daten zusammengesetzt werden, die über mehrere Jahre erhoben werden.

- Die LDP verlangt eine Änderung von Artikel 61 KVG, damit die Prämienregionen künftig

nicht mehr nach Kantonen bzw. Bezirken eingeteilt werden, sondern nach sachlichen Kriterien festgelegt werden können.