Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2016/37: Teilrevision des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz) · 53 Seiten
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Schonzeit (TIR), 15. August bis 15. November, letzteres mit Hinweis auf Beginn der Steinbockbrunft, die in gewissen Gebieten schon in den letzten Novemberwochen beginnt (Akademien der Wissenschaften).
Die SGW beantragt, dass wenn der Steinbock weiterhin als geschützte Art gelten soll, es pro Kolonie Zieldiskussionen zwischen dem BAFU und den Kantonen geben muss, auf deren Basis der Bund seine auf fünf Jahre geltende Zustimmung für die Jagdplanung der Kantone abgibt.
Sechs Kantone (LU, NW, OW, UR, VS, GR) und eine Organisation lehnen die Regelung ab
(Helvetia Nostra). Die sechs Kantone beantragen den Steinbock in Art. 5 unter den jagdbaren Arten aufzuführen, oder diese Möglichkeit zu prüfen. Fünf davon machen Vorschläge zur Schonzeit (NW, OW, UR: 1. Dezember bis 14. August; VS: 1. Dezember bis 31. Juli). Helvetia Nostra lehnt eine Änderung der aktuellen Formulierung ab und beantragt zudem, den Regulierungszeitraum auf 15. August bis 30. November anzupassen.
4.17 Art. 7 Abs. 3 Bst. b JSG
b. Wolf
Vom 3. Januar bis 31. März
Der neue Absatz Art. 7 Abs. 3 Bst. b, wonach der Wolf als geschützte Art gemäss Art. 7 Abs. 2
reguliert werden kann, wird kontrovers beurteilt.
Die Kantone AI und SO sowie ein paar Organisationen (JagdSchweiz, SSZV, SBS-BNP) stimmen
der Regelung ohne weitere Anträge zu.
Fünf Kantone (BE, GR, TI, VD, SG, GL) sowie mehrere Organisationen stimmen der Regelung
im Grundsatz zu, machen aber ergänzende Anträge oder Bemerkungen dazu (SGW, HSH-CH, WaldSchweiz, SMG, SAV, SBV, Swiss Beef, SZZV, BFSZV).
So dürfe der Wolfbestand durch die Regulation nicht gefährdet werden (BE).
Einige Stellungnehmende beantragen eine Anpassung des Regulierungszeitraum. Die Vorschläge lauten 1. Dezember bis 31. März (GR); 1. Dezember bis 29. Februar (TI); 1. September bis 30. November (VD); August bis Oktober (SGW) und 1. September bis 31. Oktober (HSH-CH).
Die Kantone SG, BE und WaldSchweiz bemerken, dass bei der Regulation des Wolfs immer auch die Situation der Waldverjüngung gebührend zu berücksichtigen sei.
SG beantragt, dass bei wenig scheuen Wölfen immer zuerst nicht-letale
Vergrämungsmethoden anzuwenden seien.
Der Kanton GL unterstützt im Grundsatz die Regulierungsmöglichkeit des Wolfes,
beantragt aber, auch den Wolf in der Jagdverordnung aufzulisten.
Die GPS, die SPS und mehrere Organisationen lehnen die Regelung ab (GPS, SPS, Aqua Viva,
Mountain Wilderness, Pro Natura, SVS/BirdLife, WWF, GWG, ProSilva, Professur
Waldökologie/ETH, SFV/Forstverein, Gruppe Wolf CH, Akademie der Wissenschaften, Aqua Nostra, CSPO).
Als Eventualantrag bringen einige davon ein, den Regulierungszeitraum zwecks besserer Unterscheidbarkeit der Eltern- und Jungtiere anzupassen auf 15. September bis 15.
Oktober, sofern Nachwuchs bestätigt wurde (GPS, SPS, Aqua Viva, Mountain Wilderness, Pro Natura, SVS/BirdLife, WWF, Gruppe Wolf CH).
Aqua Nostra beantragt die Entscheidkompetenz ganz den Kantonen zu übertragen,
somit würde die Regelung obsolet.
36/53 18.81/2002-02774/31/03/13/N091-1288