Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/24: Änderung der Verordnung über die Festlegung und die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung · 58 Seiten
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Organisationen des Gesundheitswesens – Versicherer
Von Seiten der Versicherer (curafutura, Groupe mutuel, MTK, santésuisse) wird die Erhöhung der Produktivitäten in den Operationssparten begrüsst. Die Anpassung dürfte gemäss santésuisse die aktuelle Auslastung in einer wirtschaftlich geführten Institution besser wiederspiegeln. Sie schlagen zudem vor, die Leistungen mit Sparte OPI, die in den letzten Jahren auch mit der Sparte Praxis-OP abgerechnet wurden, sollen aus wirtschaftlichen Gründen fest dieser Sparte zugeteilt werden. curafutura weist darauf hin, dass die direkt vor der Einführung vom TARMED beschlossene Reduktion des erhobenen Produktivitätswerts des «OPI» von 72 % auf 45 % nicht mit der nötigen Evidenz belegt sei, sondern eine Verhandlungslösung darstelle. Die Massnahme sei einfach und klar umsetzbar (curafutura, Groupe mutuel).
Organisationen des Gesundheitswesens – Patientinnen und Patienten / Benutzerinnen und Benutzer
intensiv-kids, epi.ch und die SBH lehnen diese Massnahme ab, da sie drohe, chirurgische Leistungen, die für die Lebensqualität kranker Kinder wichtig seien, abzuwerten. Sollte auf bestimmte chirurgische Operationen verzichtet werden, könnte die Integration bestimmter Kinder erschwert werden.
Leistungserbringer – Ärztegesellschaften (kantonal, regional oder gesamtschweizeri-
sche Ärztevereinigungen)
Die Ärztegesellschaften äussern sich im Allgemeinen negativ zur vorgeschlagenen Anpassung der Produktivitäten. Die Erhöhung sei sachlich und betriebswirtschaftlich ungerechtfertigt. Gemäss der BEKAG sei eine leichte Erhöhung der Produktivität jedoch durchaus denkbar, weil sich die Technik verbessert habe. Der Vorschlag gehe indessen zu weit. Sie fügt an, dass auch Erkenntnisse aus dem Projekt TARCO eine moderatere Erhöhung der Produktivität nahe legen.
Leistungserbringer – Spitäler
Die Kliniken und Spitäler (AllKidS, Klinikdirektoren Ophthalmologie, HFR, KS-LU (Kind), MV Santé, PKS, SMVS&HVS, Spital Thurgau (Kind) und VLSS) insbesondere lehnen eine Erhöhung der Produktivität in den Operationssparten ab. Nach Ansicht von AllKidS erfordern Operationen an Kindern eine längere Vorbereitungszeit und postoperative Betreuung. Eine Erhöhung der Produktivität könne sich deshalb auf die Leistungsqualität auswirken. Klinikdirektoren Ophthalmologie und PKS vertreten die Auffassung, dass die neuen Geräte und Technologien zwar die Operationszeit verkürzen, gleichzeitig aber zu längeren Vorbereitungs- und Ausbildungszeiten führen. Für die MV Santé sollten die Belegzeiten der Operationssäle in der Praxis gemessen und die Zeiten in den Aufwachräumen mit neuen Positionen ebenfalls berücksichtigt werden.
4.3.3 Massnahme 3 – Senkung der Kostensätze bei gewissen Sparten
Kantone
Diese Massnahme wird von den Kantonen grundsätzlich begrüsst. Allerdings äussert der Kanton NE einen Vorbehalt. Er befürchtet, dass die Senkung der Kostensätze bei gewissen Sparten zu einer Erhöhung insbesondere der Anzahl Untersuchungen führt.
Politische Parteien und Kommissionen
Die glp begrüsst diese Massnahme.
Organisationen des Gesundheitswesens – Versicherer
Von Seiten der Versicherer (curafutura, MTK, santésuisse) wird die Senkung der Kostensätze bei gewissen Sparten begrüsst. In den angepassten Sparten dürften in den letzten Jahren effizienzsteigernde Massnahmen zu einer Senkung des Kostensatzes geführt haben (santésuisse). Die Massnahme gebe einen Anreiz, die effektiven Kostensätze der betroffenen Sparten gemäss den heutigen Gegebenheiten bezüglich Ausstattung, Gerätekosten, Bedarf