Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten
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Es bestehen auch einzelne umweltspezifische Risiken, die im Rahmen der weiteren Planungsarbeiten vertieft zu analysieren und auszuräumen sind. Bei der definitiven Gestaltung der Pisten für die Ski-, Langlauf und Biathlondisziplinen müssen gegebenenfalls einzelne Bäume gefällt werden, Rodungen in grösserem Umfang sind nicht vorgesehen. Im Goms und in Les Diablerets können die Lawinenrisiken den Ausbau von vorsorglichen Schutzmassnahmen notwendig machen. Auch ist bei den weiteren Arbeiten sicherzustellen, dass Konflikte mit Schutzzonen und Landschaften von nationaler Bedeutung (BLN-Katalog) vermieden werden können (z.B. im Zielgebiet um den Lac d’Ai in Leysin).
Die aus heutiger Sicht überschaubaren Risiken in Bezug auf die Beeinträchtigungen der Umwelt während der Vorbereitung und Durchführung der Spiele erscheinen grundsätzlich bewältigbar.
Die technische Machbarkeit des Konzepts kann von den Expertinnen und Experten zum heutigen Zeitpunkt grundsätzlich bejaht werden. Sie gehen davon aus, dass bestehende Risiken und allfällige, noch nicht bekannte Vorbehalte gegenüber der technischen oder planerischen Machbarkeit in der anstehenden Detailplanung ausgeräumt werden können. Demnach wird das Konzept in einer nächsten Phase mit dem Ziel der Risikominimierung laufend optimiert.
Medienzentrum
Als Zentrum der Medienarbeit steht derzeit die Stadt Martigny im Vordergrund. Zur Bereitstellung des International Broadcasting Centers IBC (Zentrale für sämtliche Radio- und Fernsehübertragungen) und des Main Press Center MPC (Pressezentrum) wird die Nutzung und die allfällige temporäre oder permanente Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten des Centre d’Exposition et de Réunion CERM in Martigny geprüft. Gleichzeitig werden alternative Standorte (z.B. Lausanne, Montreux, Bern) unter Berücksichtigung jeweiliger, bestehender Infrastrukturen evaluiert. In Zusammenarbeit mit dem IOC soll die optimalste, dem im Jahr 2026 realistischen Infrastrukturbedarf für die Medienschaffenden entsprechende Lösung weiterentwickelt werden. Der Bedarf an Flächen und Räumlichkeiten für die Medienschaffenden der Winterspiele 2026 hängt u.a. von den technischen Entwicklungen im Medienbereich in den kommenden Jahren ab. Dies ist bei den weiteren Planungsarbeiten zu berücksichtigen.
Angesichts der noch wenig fortgeschrittenen Planung und des Fehlens konkreter Realisierungs- und Finanzierungspläne bestehen zurzeit noch wesentliche Risiken in Bezug auf die fristgerechte Bereitstellung der erforderlichen Infrastruktur (Sicherung der Finanzierung, raumplanerische Fragestellungen, Bewilligungsprozesse auf kantonaler/lokaler Ebene, u.a.). Für die fristgerechte Errichtung des Medienzentrums sind die betroffene Gemeinde, der betroffene Kanton bzw. allenfalls die Trägerorganisation verantwortlich. Sie tragen das finanzielle Risiko.
Olympisches Dorf
Das Zentrum der Spiele bildet die Host City Sion. Die Stadt wird rund einen Drittel der 4800 Teilnehmenden beherbergen. Dazu soll ein neues Wohnquartier mit insgesamt 1400 bis 1600 Betten errichtet werden. Aktuell wird geprüft, wie das Projekt mit dem künftigen Wohnraumbedarf in Einklang gebracht werden kann. Die dafür in Frage kommenden Grundstücke sind in massgeblichem Umfang im Eigentum der Stadt Sion, welche Interesse an einer entsprechenden Wohnraumerweiterung bekundet. Erste Analysen der Verantwortlichen vor Ort gehen von der raumplanerischen Machbarkeit des Vorhabens aus. Es sind diesbezüglich jedoch noch weitere