Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2018/68: Änderung der Verkehrsregeln und Signalisationsvorschriften · 47 Seiten
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S151-0870
RoadCross begründet die ablehnende Haltung mit dem Sicherheitsaspekt: Grössere und sichtbarere Signalisationen sind der Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden förderlich. Zudem müsse die geplante Änderung auch im Kontext des sich in der Gesellschaft vollziehenden demografischen Wandels betrachtet werden. Immer mehr Menschen partizipieren noch im hohen Alter als Motorfahrzeuglenkende am individuellen Strassenverkehr. Mit Blick auf diese Entwicklung scheine eher das Bedürfnis zu bestehen, in Zukunft grössere Formate zu verwenden.
3.3.23. Art. 107 Abs. 3 E-SSV (Verzicht auf Veröffentlichung: Baustellensignalisation)
Pro: 50
AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH, KAPO GE, VPLU, Ville de Lausanne, 2rad, ACS, ACVS, auto-schweiz, BAW, CP, FAKT, KSSD, Les Routiers, OFV, sgv, strasseschweiz, SVI, SVS, SVSP, SWW, TCS, VASOS, BDP, SP, zwei Privatpersonen
Contra: 15
TG, agile, astag, bfu, ECO SWISS, FUS, HA, PROVELO, SBV, SMO, umv, VCS, velosuisse, GRU, eine Privatperson
Trotz der zahlenmässig überwiegenden Akzeptanz des Veröffentlichungsverzichts der Signalisation von Baustellenanordnungen bis zu sechs Monaten, können vor allem den Stellungnahmen einiger Verkehrsverbände kritische Aspekte entnommen werden. Unter anderem vertreten PROVELO, VCS, velosuisse und umv die Auffassung, dass bei fehlender Publikationspflicht insbesondere für den Veloverkehr die Gefahr besteht, dass bei der Umleitung der Veloverkehr vergessen gehe. Wenn die Pflicht der Veröffentlichung weiterhin bestünde, würden die Öffentlichkeit sowie Verbände über Baustellen und Umleitungen informiert und könnten somit auf fehlende Umleitungen oder die Wichtigkeit von Routen hinweisen. Auch die bfu ist bezüglich des Veröffentlichungsverzichts eher skeptisch, da die Umwegsensibilität zu wenig vorhanden ist. Zudem sei die Umformulierung der Bring- in eine Holschuld nicht im Sinne der Fuss- und Radwegnetzplanung.
Die astag erachtet die in der vorgeschlagenen Regelung festgesetzte Frist von sechs Monaten als zu lang. Transportunternehmen müssten aus planerisch-logistischen Gründen im Voraus wissen, wenn Baustellen über eine längere Periode mit einschränkender Signalisation betrieben werden. Ein Verzicht auf die Veröffentlichung sei daher höchstens für eine Dauer von drei Monaten gerechtfertigt.
Einige Kantone, die ACVS sowie der SVI hingegen wünschen, dass Artikel 107 Abs. 3 Buchstabe c E-SSV auf alle temporären Verkehrsmassnahmen ausgedehnt wird. Zudem besteht unter den kantonalen Vernehmlassungsadressaten Uneinigkeit betreffend die Dauer der Frist. Während einige Kantone eine längere Frist fordern (BL, GL, GR, NW), vertritt TG die Meinung, dass die Dauer von sechs Monaten zu lang bemessen sei.
Des Weiteren beantragen einige Vernehmlassungsadressaten, dass die Markierung bzw. Demarkierung von Fussgängerstreifen künftig verfügt und veröffentlicht werden solle (agile, FUS, HA, SBV, GLP, umv).
3.3.24. Art. 109 Abs. 2 und 3 E-SSV (Verfügung und Veröffentlichung; Hauptstrassen)
Pro: 60
AG, AI, AR, BE, BL, BS, FR, GE, GL, GR, JU, LU, NE, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH, KAPO GE, VPLU, Ville de Lausanne, ACVS, astag, auto-schweiz, bfu, CP, ECO SWISS, FAKT, FUS, KSSD, Les Routiers, motosuisse, OFV, PROVELO, SBV, sgv, SSV, strasseschweiz, SVI, SVS, SVSP, TCS, umv, VASOS, VCS, velosuisse, BDP, GRU, GLP, SP, zwei Privatpersonen
Contra: 1
ACS
3.3.25. Übergangsbestimmung von Art. 115a E-SSV
Pro: 54
AG, AI, AR, BE, BL, GE, GL, GR, JU, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG, ZH, KAPO GE, VPLU, Ville de Lausanne, 2rad, ACS, ACVS, astag, auto-schweiz, CP, ECO SWISS, FAKT,