Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2018/92: Änderung des Bundesgesetzes über die politischen Rechte (Überführung der elektronischen Stimmabgabe in den ordentlichen Betrieb) · 22 Seiten
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3. Ergebnisse der Vernehmlassung
3.1 Gesamtbeurteilung
3.1.1 Übersicht
Die eingegangenen Vernehmlassungsantworten enthalten grösstenteils sowohl eine Stellungnahme zur Einführung von E-Voting im Allgemeinen als auch zur konkret unterbreiteten Vorlage betreffend die Überführung in den ordentlichen Betrieb. Die eingegangenen Stellungnahmen lassen sich wie folgt kategorisieren:
Unterstützung Unterstützung E-Voting, Ablehnung Keine Gesamt-
der Vorlage Ablehnung Vorlage der Vorlage beurteilung
Kantone 20 4 30
KdK, AI, AG, AR, BE, BL, BS, GE, SG, SO, VS NW, SZ, VD
FR, GL, GR, JU, LU, NE, OW,
SH, TG, TI, UR, ZG, ZH
Parteien 0 7 30
BDP, CVP, EVP, FDP, SVP, AL Bern,
glp, Grüne, SP Piratenpartei
Organisationen 15 4 51
SSV, Gemeindeverband, economiesuisse, privatim, CCC, DSJ AGILE.ch, Inclusion Handicap, ICTswitzerland, Swico, Digitale Gesellschaft,
SBV, SGB-FSS, SZBLIND, Ce- Procivis grundrechte.ch, Initia-
rebral, ASO, Arcantel SA, Centre tivkomitee Moratorium Patronal, eGov Innovation Center, FER, Post, SFTI Privatpersonen 2 0 12
Total 37 15 123
3.1.2 Kantone
Unterstützende Haltungen zur Vernehmlassungsvorlage
Die KdK sowie die Mehrheit der Kantone (AI, AG, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GR, JU, LU, NE, OW, SH, TG, TI, UR, ZG, ZH) befürworten die Einführung von E-Voting in der Schweiz und unterstützen die Vernehmlassungsvorlage grundsätzlich. Auch die Kantone GE, SG, SO und VS unterstützen die Einführung von E-Voting im Grundsatz, bringen aber elementare Vorbehalte bezüglich der unterbreiteten Vorlage an.
Die Kantone AG, AR, BL, BS, FR, GL, GR, NE, SG, SH, UR und ZH weisen darauf hin, dass sich E-Voting im Versuchsbetrieb bewährt hat und die rund 300 bisherigen Versuche störungsfrei abgelaufen sind. Die Kantone halten fest, dass es für sie von grosser Bedeutung ist, dass E-Voting nach einer langen und erfolgreichen Versuchsphase als ordentlicher und gleichwertiger dritter Stimmkanal etabliert wird. Dies bietet den Kantonen die notwendige Rechts- und Planungssicherheit bei der Schaffung kantonaler Rechtsgrundlagen und bei der Umsetzung der kantonalen Einführungs- und Ausdehnungsprojekte. Auch die KdK und die Kantone TG, TI und ZG teilen diese Auffassung im Ergebnis. Insgesamt wird der Handlungsspielraum begrüsst, der den Kantonen mit der Einführung von E-Voting gewährleistet werden soll (KdK, AI, AR, BE, JU, OW, SG, SO, TG, UR, ZG, ZH).
Die KdK und die Kantone AG, BL, BS, FR, GL, GR, NE, SG, SH, TG, UR und ZH heben hervor, dass es sich bei E-Voting um einen zukunftsweisenden Stimmkanal handelt. E-Voting entspreche einem