Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2019/75: Gasversorgungsgesetz · 53 Seiten
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KLASSIFIZ
Referenz/Ak Der VSG, Swisspower, viele Versorger, die Regionalgesellschaften und Swissgas möchten keine zwingende Auktion der Kapazitäten, sondern ein «Angebot». Bei Engpässen sei ein «marktorientiertes Angebot» anzubieten.
Alpiq ist der Meinung, dass die Kapazitäten vorrangig mittels Auktionen angeboten werden sollen. Das Angebot von frei zuordenbaren Kapazitätsprodukten solle maximiert werden.
2.8.4 Einschränkung Nutzung Kapazitätsprodukte
Der VSG, Swisspower, viele Versorger, die Regionalgesellschaften und Swissgas wünschen, dass auch der MGV die Nutzung von Kapazitätsprodukten einschränken können soll – nicht nur die Netzbetreiber.
2.8.5 Engpassbewirtschaftung
Die IG Detailhandel, der VSG, viele Versorger, Swisspower, die Regionalgesellschaften und Swissgas sind der Meinung, dass nicht die EnCom die Anweisung zur Rückgabe der Kapazitäten erteilen können soll, sondern der MGV.
Die IG Detailhandel, Swissmem und BKW wünschen die Streichung des Begriffs «systematisch». Zudem solle die EnCom Regeln erlassen, damit der MGV die Kapazitäten von sich aus entziehen könne.
Die ElCom, der VSG, viele Versorger, die IG Detailhandel, Swissmem und der VSMR sind der Meinung, dass bei Wiedervermarktung von Kapazitäten durch den MGV dem ursprünglichen Käufer maximal das ursprünglich vereinnahmte Netznutzungsentgelt erstattest werden solle – dies reduziere Anreize zur Hortung.
2.8.6 Zweivertragsmodell
Die Einstellung zum sogenannten Zweivertragsmodell wurde im Fragebogen mit der Frage «Sind Sie damit einverstanden, dass es zur Belieferung von Endverbrauchern nur zwei Verträge braucht, d.h. die Kapazitäten im Übergang vom Transport- ins Verteilnetz von den Lieferanten nicht zusätzlich gekauft werden müssen (Modell ohne Citygate)?» abgefragt (Anhang 2, Frage 3i). Von den 135 eingegangen Fragebögen wurde bei 110 mit Ja geantwortet, bei 3 mit Nein und bei 22 wurde keine Antwort gegeben. Damit wird das Zweivertragsmodell von einer grossen Mehrheit der Teilnehmenden der Vernehmlassung unterstützt. In der Stellungnahme haben der Kanton TG, die ElCom, die WEKO, die SP, die Stadt Zürich, der VSE, Economiesuisse, Swissmem, Ökostrom Schweiz, der Energie Club Schweiz, Axpo, BKW und BASF das Modell explizit begrüsst. Die Stadt Delsberg und SIG bemängeln, dass die Gewinner und Verlierer des Zweivertragsmodells nicht bekannt seien. Holdigaz erklärt, dass das Zweivertragsmodell zu weniger Effizienz führe, da die Vorteile der Portfoliobildung bei der Bestellung verloren gingen. Für die Zweistoffkundinnen und -kunden führe das Zweivertragsmodell zu höheren Preisen, da deren Flexibilität nicht mehr entschädigt werden könne.