Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2019/85: Botschaft zur Reform der beruflichen Vorsorge · 51 Seiten
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eines Kapitals, das mit dem Mindestzinssatz (für aktive Versicherte) sowie mit einer notwendigen Rendite von 4 Prozent (globales Mittel zwischen dem Mindestzinssatz und der erforderlichen Rendite zur Finanzierung der Renten) verzinst wurde. Diese Entwicklung wird mit den effektiv im gleichen Zeitraum erzielten Renditen verglichen.6 Ebenfalls dargestellt ist die Entwicklung des durchschnittlichen Deckungsgrads der Vorsorgeeinrichtungen, der seinerseits auf die finanzielle Gesamtsituation schliessen lässt.7
Grafik 1-2
Vergleich von notwendiger und erzielter Rendite (Indexierung: Ende 1999 = 100), Entwicklung des durchschnittlichen Deckungsgrads in Prozent, 2000–2019 (August)
Wie sich zeigt, waren die erzielten Renditen tendenziell ungenügend. Dies hat zur Folge, dass sich die finanzielle Gesamtsituation seit Ende 1999 verschlechtert hat. Der durchschnittliche Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen sank von knapp 125 Prozent Ende 1999 auf 103 Prozent Ende 2013. Zudem ist ersichtlich, dass die Anpassungen des Mindestzinssatzes der Entwicklung der erzielten Erträge ziemlich gut Rechnung getragen haben. Das Problem liegt eindeutig bei der zu hohen erforderlichen Rendite zur Rentenfinanzierung, was wiederum zeigt, dass der Mindestumwandlungssatz von 6,8 Prozent zu hoch angesetzt ist.
Das Ungleichgewicht zwischen erzielter und benötigter Rendite hat nicht nur negative Folgen für die finanzielle Situation der Vorsorgeeinrichtungen, sondern führt auch zu einer ebenso unerwünschten Umverteilung von den aktiven Versicherten zu den Rentnerinnen und Rentnern. Damit die garantierten Renten auch in Phasen zu tiefer Kapitalerträge ausgerichtet werden können, müssen die Sparguthaben der aktiven Versicherten tiefer verzinst oder zusätzliche Beiträge erhoben werden. Die OAK-BV beziffert den Umfang dieser Massnahmen wie bereits oben erwähnt auf mehr als 6
6 Quelle: CS PK-Index
7 Quelle: Complementa