Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/32: Verpflichtungskredit für das Forschungsförderinstrument SWEETER (SWiss research for the EnErgy Transition and Emissions Reduction) für die Jahre 2025‒2036 · 20 Seiten

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Ausarbeitung der Leitthemen und Ableitung von Forschungsfragen mit, die internationalen Expertenpanel werden gemeinsam besetzt und die Stellen sind im Monitoring Panel vertreten. Zweitens zeigt die Tabelle, dass neben den SWEET-Mitteln auch Mittel aus dem P+D-Programm des BFE bereitgestellt werden. Die P+D-Mittel können nach Beginn der Arbeiten von den Konsortien separat beantragt werden. Für die Ausschreibung zu «Sustainable fuels and platform chemicals», die gemeinsam mit der armasuisse und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) durchgeführt wird, können zusätzlich auch noch Mittel aus der Spezialfinanzierung Luftverkehr (SFLV) des BAZL beantragt werden. Mit dem SWEET-Programm wird also versucht, die Herausforderungen der Energiestrategie 2050 und der langfristigen Klimastrategie ämterübergreifendend anzugehen und Synergien zwischen bestehenden Förderinstrumenten zu nützen.

Tabelle 1: Übersicht der Ausschreibungen, die mit dem Verpflichtungskredit 2021–2028 finanziert werden. In der Spalte «Einbezug von anderen Bundesstellen» bedeutet die Unterstreichung, dass die Ausschreibung mit der unterstrichenen Bundesstelle gemeinsam durchgeführt wird. In der Spalte «Budget» sind die von den SWEET- und P+D-Programmen bereitgestellten Mitteln angegeben. Die Mittel vom P+D-Programm können nach Beginn der Arbeiten von den Konsortien separat beantragt werden. Für die Ausschreibung zu «Sustainable fuels and platform chemicals» können vom Konsortium weitere Mittel von der Spezialfinanzierung Luftverkehr (SFLV) des BAZL beantragt werden.

Einbezug Beginn Budget Anzahl

Call Leitthema von anderen Status der (Mio Fr.) Konsortien

Bundesstellen Arbeiten

1-2020 Integration of renewables into a sustainable and – 30 SWEET 4 Konsortien Q2 2021 resilient Swiss energy system 15 P+D arbeiten

1-2021 Living & working ASTRA, ARE, 20 SWEET 2 Konsortien Q2 2022 BAV 15 P+D arbeiten

1-2022 Co-evolution of the Swiss energy system and – 10 SWEET 1 Konsortium Q2 2023 Swiss society and its representation in coordi- 10 P+D arbeitet

nated simulations

2-2022 Sustainable fuels and platform chemicals Armasuisse, 15 SWEET 1 Evaluation Q4 2023 BAFU, BAZL 15 P+D der Gesuche

SFLV

1-2023 Critical infrastructures, climate change, and resili- BABS, ENSI, 8 SWEET 1 Geplant Q2 2024 ence of the Swiss energy system NCCS 8 P+D

1-2024 Addressing residual emissions to reach the net- BAFU, BLW, 18 SWEET 1 Geplant Q2 2025 zero target EDA, swisstopo 18 P+D

1-2025 Noch nicht bestimmt – 15 SWEET 1 Geplant Q2 2026 15 P+D

Gemäss dem Subsidiaritätsprinzip wird von den Gesuchstellern erwartet, dass sie Eigen- und Drittmittel einbringen. Im Gegensatz zum SCCER-Programm wurden dafür aber bisher keine Mindestvorgaben gemacht. Tabelle 2 zeigt, dass die Konsortien aus den ersten drei Ausschreibungen dennoch beträchtliche Eigen- und Drittmittel eingebracht haben: Zu den 60 Millionen Franken, die durch das SWEET-Programm bereitgestellt wurden, haben die Konsortien zusätzlich 49,4 Millionen an Eigen- und Drittmitteln beigesteuert, was einer Hebelwirkung von 82% entspricht. Hier ist wichtig anzumerken, dass Eigen- und Drittmittel, die zur Realisierung der P+D-Projekte eingebracht werden müssen, noch nicht berücksichtigt sind.

Aus Tabelle 2 ist ersichtlich, dass die Anzahl Projektpartner, d.h. die Empfänger von SWEET-Mitteln, zwischen 19 und 25 variiert, während die Anzahl Kooperationspartner, die zwar keine SWEET-Mittel erhalten, sich aber an den Arbeiten der Konsortien beteiligen, zwischen 22 und 33 variiert. Unter den Projektpartnern sind die Institutionen des ETH-Bereichs, Universitäten und Fachhochschulen mit 39, 20 und 30 Prozent am stärksten vertreten, wogegen unter den Kooperationspartnern der Privatsektor, Kantone/Städte/Gemeinden und Verbände/Vereine 62, 13 und 12 Prozent ausmachen.

Die in Tabelle 2 aufgeführte Ausschreibung zu «Co-evolution of the Swiss energy system and Swiss society and its representation in coordinated simulations» ist in mehrfacher Hinsicht besonders. Mit dieser Ausschreibung soll eine enge Zusammenarbeit zwischen den Natur- und Ingenieurwissenschaften und den SGW in der Energieforschung aufgebaut werden. Um einen nachhaltigen Aufbau dieser Zusammenarbeit zu unterstützen, wurde die maximale Dauer des Konsortiums ausnahmsweise auf 10 Jahre verlängert. Zudem wurden konkrete Vorgaben an die Repräsentation der SGW im Konsortium und dessen Leitung gestellt.