Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/32: Verpflichtungskredit für das Forschungsförderinstrument SWEETER (SWiss research for the EnErgy Transition and Emissions Reduction) für die Jahre 2025‒2036 · 20 Seiten
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Jahren 2033 bis 2036, wenn die Anzahl der Konsortien abnimmt und keine Ausschreibungen mehr durchgeführt werden, wird die Unterstützung vermehrt zum Erstellen von Schlussberichten und Abrechnungen beitragen.
5.3 Auswirkungen auf Kantone und Gemeinden
Das Förderinstrument SWEETER hat keine direkten Auswirkungen auf die Kantone und Gemeinden. Indirekt profitieren jedoch die Trägerkantone von Universitäten und Fachhochschulen, indem sich die Forschenden an diesen Forschungsinstitutionen wie bereits bei SWEET um Fördermittel bewerben und so ihre Expertise im Bereich der Energieforschung stärken können.
5.4 Auswirkungen auf die Volkswirtschaft
Die über SWEETER geförderte Forschung leistet einen nachhaltigen Beitrag zu den Zielsetzungen der Energiestrategie 2050 und langfristigen Klimastrategie. Die Erreichung dieser Ziele ist für die Schweizer Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung. Die IEA geht in ihrem Bericht «Net Zero by 2050»35 von Mai 2021 davon aus, dass die meisten CO2-Reduktionen bis 2030 von schon heute bereitgestellten Technologien stammen werden. Die CO2-Reduktionen bis 2050 hingegen stammen zur Hälfte von Technologien, welche heute erst als Prototypen oder als Demonstratoren vorliegen. Mit SWEETER kann die Schweiz ihre hervorragende Position im Bereich Energieforschung und Innovation mittel- und langfristig sichern.
Um die angewandte Forschung zu betonen und den Wissens- und Technologietransfer zur Industrie und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sicherzustellen, wird in den Ausschreibungen von SWEET eine Beteiligung der Schweizer Privatwirtschaft in den Konsortien verlangt. Das Interesse der Privatwirtschaft an SWEET zeigt sich u.a. darin, dass sie mit durchschnittlich 17 Firmen unter den Kooperationspartnern vertreten ist und somit 62 Prozent der Kooperationspartner in allen Konsortien ausmacht. In SWEETER wird die Beteiligung der Privatwirtschaft und die praktische Umsetzung noch stärker betont werden. Die Verknüpfung mit dem P+D-Programm wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen.
Neben der geplanten SWEET-Ausschreibung zu kritischen Infrastrukturen und Klimawandel (siehe Tabelle 1) wird SWEETER durch angewandte Forschung in den Bereichen erneuerbare Energien, Energiespeicherung und -netze, Energieeffizienz, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft zu einer sicheren Energieversorgung beitragen.
5.5 Auswirkungen auf die Gesellschaft
Forschung und Innovation sind die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft und tragen damit erheblich zum Wohlstand unserer Gesellschaft bei. SWEETER wird den Forschungsstandort Schweiz in den Bereichen erneuerbare Energien, Energiespeicherung und -netze, Energieeffizienz, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft stärken. Dies ist vor allem hinsichtlich der fehlenden Assoziierung am Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe der EU von zentraler Bedeutung, denn mittel- bis langfristig bedeutet der Ausschluss aus internationalen Forschungskooperationen einen Verlust an Innovationskraft und somit auch an gesellschaftlichem Wohlstand.
SWEETER wird weiterhin eine starke Einbindung der SGW in den Konsortien verlangen. Dadurch sollen die von den Konsortien entwickelten Ansätze und Produkte besser auf die Bedürfnisse der Gesellschaft ausgerichtet werden und so zu einem schnelleren Erreichen der Ziele der Energie- und Klimastrategien beitragen.
5.6 Auswirkungen auf die Umwelt
Die mit dieser Vorlage vorgeschlagenen Fördermassnahmen unterstützen Forschung und Innovation gezielt in den Themenbereichen erneuerbare Energien, Energiespeicherung und -netze, Energieeffizienz, Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft. Die damit finanzierten Forschungsarbeiten sind im Einklang mit der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 und tragen damit direkt und wesentlich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und anderer Umweltbelastungen wie beispielsweise Feinstaub, NOx oder Lärm bei.
35 www.iea.org/reports/net-zero-by-2050