Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/29: 22.405 n Pa. Iv. WAK-N. Einführung einer Klimareserve für Schweizer Wein · 12 Seiten
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Die vorgeschlagenen Änderungen haben keine Auswirkungen auf Gemeinden, urbane Zentren, Agglomerationen und Bergregionen.
5.3 Auswirkungen auf die Volkswirtschaft
Die Preisschwankungen auf dem Weinmarkt stehen im Zusammenhang mit den eingekellerten Traubenmengen. Schematisch betrachtet haben üppige Ernten sinkende Preise zur Folge, während schwache Ernten zu Preissteigerungen führen. Dies zeigte sich in den Jahren 2017 und 2018. So war die Ernte 2017 infolge des Frühjahrsfrosts schlecht, während die Ernte 20184 üppig ausfiel. Dank der Bildung von AOC-Wein-Reserven im Jahr 2016 und ihrer Freigabe im Jahr 2017, nachdem das Traubenangebot schlagartig zurückgegangen war, liess sich das Weinangebot 2018 besser steuern und die Kontinuität des Absatzes aufrechterhalten. Zu starke Preisschwankungen bei Trauben und Weinen schaden der Kontinuität der Märkte.
Für die Einkellerinnen und Einkellerer können die Anforderungen an die Trennung der AOC-Wein-Volumina von den AOC-Wein-Reserven zusätzliche Investitionen in Weinlagertanks erforderlich machen.
Die Einführung einer weiteren Wirtschaftsmassnahme in Bezug auf das Weinangebot und deren Vollzug bedeuten eine zusätzliche regulatorische Dichte. Die Erfüllung der Anforderungen hinsichtlich der Bildung einer Weinreserve, die Dokumentation der Rückverfolgbarkeit von Trauben und Weinen der Reserve sowie deren Kontrolle durch die Behörde führen sowohl für die teilnehmenden Einkellerinnen und Einkellerer als auch für die kantonalen Behörden zu mehr administrativem Aufwand.
Die Preise der Trauben, die für die Herstellung von AOC-Weinen oder anderen Weinklassen bestimmt sind, werden privatrechtlich in den vertraglichen Beziehungen zwischen den Weinbäuerinnen und -bauern einerseits und den Einkellerinnen und Einkellerern andererseits festgehalten. Gleiches gilt für die Preise der Trauben, die für die Bildung der AOC-Wein-Reserven herangezogen werden. In bestimmten Weinbaugebieten legen die Branchenorganisationen Richtpreise für die Trauben je Rebsorte fest.
5.4 Auswirkungen auf die Gesellschaft
Die Vorlage hat keine direkten Auswirkungen auf die Gesellschaft. Der jährliche Weinkonsum in der Schweiz beläuft sich für das Jahr 2023 auf insgesamt 235,9 Millionen Liter, was einem Rückgang um 1,3 Millionen Liter (‒0,5 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Marktanteil von Schweizer Wein liegt 2023 bei 38,6 Prozent. Mit der neuen Massnahme soll das Angebot an Schweizer AOC-Weinen besser gesteuert werden. Sie zielt nicht darauf ab, den Weinkonsum zu
4 Impact des quotas de productions variables sur la commercialisation du vin (1ère partie), Alexandre Mondoux, Bastien Christinet, Roxanne Fenal, Vignes et Vergers n° 9, September 2022, S. 11, Observation sur le Chasselas et autres cépages blancs dans le canton de Vaud.