Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/67: Verlängerung und Änderung der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft · 17 Seiten
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Die Frage nach der Herkunft dieser Personen ist auch bei den kurzfristigen Stellen- antritten bei Schweizer Arbeitgebern von Interesse. Der hohe Anteil der Arbeitskräfte aus osteuropäischen Ländern in diesem Sektor war diesbezüglich bereits beim Erlass des NAV hervorgehoben worden. Bei den meldepflichtigen kurzfristigen Stellenantritten lässt sich die Herkunft nur anhand des gemeldeten Arbeitsvolumens oder der Anzahl der gemeldeten Arbeitstage ermitteln. Die rund 1700 meldepflichtigen Personen im Sektor Hauswirtschaft haben im Jahr 2024 in der Schweiz insgesamt 91 000 Arbeits- tage geleistet. 69 Prozent dieser Arbeitstage wurden von Personen aus Osteuropa geleistet (EU‑8: 50 600 Arbeitstage / EU‑2: 12 000 Arbeitstage), 20 Prozent von Personen aus den Nachbarländern der Schweiz (Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich) und der Rest von Personen aus anderen europäischen Ländern. Im Vergleich zur bewilligungspflichtigen Zuwanderung spielen Staatsangehörige aus den EU‑2- und den EU‑8-Staaten bei den Meldepflichtigen eine noch grössere Rolle.
Abbildung 5: Entwicklung der Anzahl meldepflichtiger Kurzaufenthalterinnen und
Kurzaufenthalter in der Branche «private Haushaltsdienstleistungen»
(SEM)
2500
2000
1500
1000
500
0
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Kurzfristige Stellenantritte bei Schweizer Arbeitgeber Selbständige Entsandte
Gemäss Abbildung 6 variiert die Bedeutung der verschiedenen Herkunftsländer im Zeitverlauf. Bei einem Vergleich der aktuellen Situation mit derjenigen von 2017 ist festzustellen, dass von den Personen aus Rumänien und Bulgarien (EU‑2) vor allem rumänische Staatsangehörige mehr Einsätze in Schweizer Haushalten leisten. Bei der Analyse der Entwicklung innerhalb der EU‑8-Länder wiederum zeigt sich, dass in den letzten Jahren die Anzahl der Einsatztage in der Schweiz bei den Staatsangehörigen aus Litauen, Lettland und Slowenien gestiegen ist. Staatsangehörige aus Polen, der Slowakei, Ungarn und der Tschechischen Republik wiederum leisteten 2024 weniger Arbeitstage in der Schweiz als 2017. Bei den Nachbarländern ist vor allem bei den französischen und den italienischen Staatsangehörigen die Anzahl der Arbeitstage in der Schweiz gestiegen. Betreffend die übrigen europäischen Länder ist der Anstieg des Arbeitsvolumens bei Personen aus Spanien, Portugal und Kroatien beachtlich. Es hat folglich den Anschein, dass Staatsangehörige aus osteuropäischen Ländern nach wie vor – und auch im Rahmen des Meldeverfahrens – eine Schlüsselrolle zur Deckung der erhöhten Nachfrage nach Arbeitskräften in der Hauswirtschaft spielen. Allerdings gibt es innerhalb der verschiedenen Rekrutierungszonen Veränderungen bei den Herkunftsländern.