Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/67: Verlängerung und Änderung der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft · 17 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 9Fedlex · Erläuternder Bericht
Aufenthaltsbewilligung B besitzt oder mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung in der Schweiz einer Erwerbstätigkeit nachgeht.
Abbildung 4: Zuwanderung mit Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nach Staats-
angehörigkeit, in der Branche «Häusliche Dienste», April 2024 bis März 2025 (SEM)
1400 Einwanderung mit Erwerb nach Nationalität
[April 2024 bis März 2025 - TOTAL: 2'710]
12001281
1000 Spanien; 394
800 Griechenland;
38
Bulgarien; 42
600 Brasilien; 47
612 Rumänien; 362
Litauen; 81
400 Philippinen; 86
413 404 Slowakische
Republik; 88
200 Ungarn; 108 Polen; 285
0
Deutschland; 133
April 24 - März 25 Italien; 229
Frankreich; 146 Portugal; 186
Drittstaaten
EU17/EFTA/UK
EU2
EU8
Zwischen April 2024 und März 2025 stammten 85 Prozent der ausländischen Arbeitskräfte, die in der Branche «Häusliche Dienste» eine Beschäftigung fanden, aus der EU/EFTA und 15 Prozent aus Drittstaaten. Die am stärksten vertretenen europäischen Herkunftsländer sind Spanien, Rumänien, Polen, Italien und Portugal. Aus diesen Ländern stammt gut die Hälfte der ausländischen Arbeitskräfte, die zwischen April 2024 und März 2025 eine Beschäftigung im Sektor Hauswirtschaft gefunden haben. Dabei ist zu beachten, dass der Anteil der Staatsangehörigen aus Rumänien und Bulgarien (EU‑2) sowie aus den acht osteuropäischen Ländern (EU‑8), die der EU im Jahr 2004 beigetreten sind, mit 37 Prozent deutlich höher liegt als in anderen Wirtschaftszweigen (mit 22 % im Durchschnitt).
Die Entwicklung der Anzahl meldepflichtiger Kurzaufenthalterinnen und Kurzauf- enthalter in der Hauswirtschaft unterstreicht ebenfalls die Bedeutung der ausländi- schen Arbeitskräfte in dieser Branche. Abbildung 5 spiegelt die Ausgangssituation in der Branche «private Haushaltsdienstleistungen» wider. Über Personalverleiher angestellte Personen – in diesem Bereich häufig der Fall – sind in diesen Zahlen nicht erfasst. Trotzdem zeigt sich, dass die Anzahl der kurzfristigen Stellenantritte von Personen aus der EU/EFTA bei einem Schweizer Arbeitgeber (private Haushalte) zwischen 2010 und 2015 stark zugenommen und sich seit 2016 auf einem hohen Niveau eingependelt hat. Entsandte Arbeitnehmende und Selbstständigerwerbende spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Im vergangenen Jahr erreichten die kurzfristigen Stellenantritte in der Hauswirtschaft mit 1726 gemeldeten Personen einen neuen Rekord.