Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2025/67: Verlängerung und Änderung der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft · 17 Seiten

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Beschäftigung seit der Einführung des NAV Hauswirtschaft am 1. Januar 2011 um 46 Prozent und seit der letzten Verlängerung des NAV durch den Bundesrat im Jahr 2022 um 15 Prozent (+10 500 Erwerbstätige) gestiegen. Mit einem jährlichen Beschäftigungswachstum von rund 2,8 Prozent liegt das Wachstum des Wirtschaftsabschnitts «Private Haushalte mit Hauspersonal» zwischen 2011 und 2024 über dem nationalen Durchschnitt (1,3 %). Das überdurchschnittliche Beschäftigungswachstum ist jedoch vor allem seit dem Ende der Gesundheitskrise im Zusammenhang mit Covid-19 zu beobachten. Zwischen 2011 und 2019 wies die Hauswirtschaft ein ähnliches Beschäftigungswachstum auf wie andere Wirtschaftssektoren.

Abbildung 1: Erwerbstätige im Wirtschaftsabschnitt «Private Haushalte mit

Hauspersonal (NOGA 97-98) » und Anteil an der Gesamtbeschäftigung (ETS, BFS, Inlandkonzept)

90000 1.6%

78'879 Erwerbstätige

80000 (2024) 1.4%

70000 1.2%

60000 1.0%

50000 0.8%

53'923 Erwerbstätige bei

40000 Einführung NAV 0.6%

Hauswirtschaft (2011)

30000 0.4%

20000 0.2%

10000 0.0%

0

Beschäftigungsanteil in % (NOGA 97-98)

Es ist nicht auszuschliessen, dass die Anzahl der Erwerbstätigen in der Hauswirtschaft in der ETS unterschätzt wird. Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE)16, auf der die ETS basiert, ist eine Umfrage, die per Internet und Telefon durchgeführt wird. Dies kann die Ergebnisse der Erhebung beeinflussen, insbesondere in Sektoren oder Berufsfeldern, in denen nicht gemeldete Erwerbstätigkeit (Schwarzarbeit) häufig vorkommt. Dies trifft im Bereich der Hauswirtschaft sicherlich stärker zu als in anderen Sektoren. Die vom BFS befragten Personen bezeichnen sich möglicherweise als nicht erwerbstätig, obwohl sie in Wirklichkeit in einem Privathaushalt arbeiten.

Mithilfe der SAKE lässt sich die Beschäftigung in der Hauswirtschaft in Bezug auf die soziodemografischen Merkmale beschreiben. Laut den SAKE-Daten unterscheidet sich die Beschäftigung in der Hauswirtschaft von derjenigen in anderen Branchen. Nicht nur der Anteil der Frauen (74 %) und der ausländischen Erwerbstätigen (45 %) ist hier deutlich höher, sondern auch der Anteil der Geringqualifizierten (44 %) liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt (14 %). In Bezug auf die Altersstruktur sind die Beschäftigten in der Hauswirtschaft tendenziell eher etwas älter. Die überwiegende Mehrheit der in der Hauswirtschaft beschäftigten Personen arbeitet in Teilzeit, mitunter

16 Die SAKE ist eine Personenbefragung, die seit 1991 jedes Jahr durchgeführt wird. Das Hauptziel der SAKE ist es, Daten über die Struktur der Erwerbsbevölkerung und das Erwerbsverhalten zu liefern.