Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2025/67: Verlängerung und Änderung der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft · 17 Seiten

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mit sehr niedrigen Beschäftigungsgraden. Laut SAKE arbeiten 59 Prozent mit einem Beschäftigungsgrad von weniger als 50 Prozent. In der Wirtschaft insgesamt liegt dieser Anteil lediglich bei 15 Prozent.

Abbildung 2: Erwerbstätige in der Hauswirtschaft tätige Personen (NOGA 97–98) nach soziodemografischen Merkmalen im Jahr 2024 (SAKE, BFS)

Jahr 2024 Hauswirtschaft Volkswirtschaft insgesamt

Geschlecht Männer 26 % 53 %

Frauen 74 % 47 %

Nationalität Schweizer/-innen 55 % 72 %

Ausländer/-innen 45 % 28 %

Altersstruktur 15- bis 24-Jährige 17 % 12 %

25- bis 39-Jährige 20 % 34 %

40- bis 54-Jährige 37 % 34 %

55- bis 65-Jährige 26 % 20 %

Ausbildung SEK I 44 % 14 %

SEK II 40 % 41 %

Tertiärstufe 16 % 45 %

Beschäftigungsgrad 1. Vollzeit (>=90 %) 24 % 62 %

2. Teilzeit (50–89 %) 17 % 24 %

3. Teilzeit (<50 %) 59 % 15 %

Im Mittelpunkt der flankierenden Massnahmen zum freien Personenverkehr zwischen der Schweiz und der EU steht die Frage nach den Auswirkungen von ausländischen Arbeitskräften auf die Arbeits- und Lohnbedingungen in der Schweiz. Bei der vom Bundesrat im Jahr 2010 beschlossenen Einführung verbindlicher Mindestlöhne sollte in erster Linie und vor allem aufgrund der Ausdehnung der Personenfreizügigkeit auf die neuen EU-Mitgliedstaaten verhindert werden, dass Personen in Schweizer Privathaushalten zu Löhnen deutlich unter dem branchenüblichen Niveau beschäftigt werden. Im Rahmen der Diskussion über die Verlängerung des NAV ist das Thema der Rekrutierung von aus der EU stammenden Arbeitskräften in der untersuchten Branche folglich von Bedeutung.

Im Jahr 2024 weist die SAKE einen Ausländeranteil (für alle Nationalitäten) von 45 Prozent im Wirtschaftsabschnitt «Private Haushalte mit Hauspersonal (NOGA 97-

98) » aus. Für alle Branchen zusammen geht aus der SAKE für das Jahr 2024 ein Wert von 28 Prozent hervor. Im Vergleich zum Jahr 2011, in dem der NAV Hauswirtschaft in Kraft trat, liegt der Ausländeranteil in diesem Sektor laut SAKE heute um 11 Prozentpunkte höher. Ein Anstieg des Ausländeranteils ist auch auf nationaler Ebene zu beobachten. Mit 5 Prozentpunkten fällt dieser jedoch geringer aus als in der Hauswirtschaft. Die Bedeutung ausländischer Arbeitskräfte zur Deckung der Nachfrage nach Arbeitskräften in dieser Branche ist folglich erwiesen und nach wie vor aktuell. Dieser Punkt wird im nächsten Kapitel zum Thema Zuwanderung noch weiter vertieft.

2.2 Zuwanderung und Hauswirtschaft

Die demografische Alterung führt zu einem schnellen und starken Anstieg der Anzahl pflege- und hilfsbedürftiger Personen in der Schweiz. Die Leistungen der Spitex tragen gemäss dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (Obsan) dazu bei, dass pflege- und betreuungsbedürftige Personen jeglichen Alters zuhause bleiben können. Zudem ermöglichen sie hospitalisierten Personen eine frühzeitige Rückkehr nach Hause. Neben den Pflegeheimen stellt die Spitex ein essenzielles Angebot in der