Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2026/71: Agrarpolitik 2030+ · 130 Seiten

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6.5.4 Nährstoffe

Der Stickstoffüberschuss in der Landwirtschaft geht gemäss Modellsimulation von Agroscope (vgl. Ziff.6.3.1) bis zum Jahr 2033 leicht zurück, von rund 97 im Jahr 2025 auf 92 Kilotonnen Stickstoff (-5 %).

Titel LwG Auswirkungen

• Zulagen Milchwirtschaft: Anreize zur Produktionssteigerung durch höhere Milch-

2. Titel

zulagen können zu einem Nährstoffüberschuss beitragen.

6.5.5 Pflanzenschutzmittel

Titel LwG Auswirkungen

• Zielvereinbarungen: Eine Vereinbarung mit Zielen zu robusten Sorten kann zu ei-

1. Titel

ner Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes beitragen.

• Technologieförderung: Die Technologieförderung ist an eine positive Wirkung

5. Titel auf die Umwelt, insbesondere die Verminderung von Pflanzenschutzmitteln gebunden.

• Schutz der Kulturen: Die vorgeschlagenen Massnahmen führen zu einem gezielteren und präziseren Einsatz der Pflanzenschutzmittel und erlauben, problemati-

7. Titel sche Pflanzenschutzmittel abzulösen, zum Beispiel durch den Einsatz neuer vorbeugender Methoden wie resistenter Sorten oder biologischer Bekämpfungsmethoden.

6.6 Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit

Mit der Vorlage wird die Ernährungssicherheit der Schweiz erhöht. Alle Kernelemente leisten dazu einen Beitrag.

(1) Handlungsspielräume vergrössern und administrativen Aufwand reduzieren

Ergebnisorientierte Direktzahlungen und eine weitere Vereinfachung im Direktzahlungssystem, die durch die Digitalisierung unterstützt wird, stärken die Produktionskompetenz und Motivation der Landwirtinnen und Landwirte und wirken sich positiv auf die Ernährungssicherheit aus.

(2) Gutes Funktionieren der Märkte unterstützen

Die vorgeschlagenen Massnahmen, wie z. B. die Stärkung der Marktbeobachtung oder die Verbesserung der Transparenz der Richtpreise, unterstützen die Landwirtschaftsbetriebe bei der Inwertsetzung ihrer Produkte. Zusammen mit der vom Parlament geforderten höheren Milchpreisstützung wird damit eine Grundlage für die Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation der Landwirtinnen und Landwirte gelegt. Beides stärkt die landwirtschaftliche Produktion und damit die Ernährungssicherheit.

(3) Produktionsgrundlagen und Ressourceneffizienz verbessern

Die Massnahmen, wie z. B. jene zur Verbesserung des nachhaltigen Schutzes der Kulturen, zur Optimierung der Förderung besonders nachhaltiger Technologien oder zur Stärkung des Pflanzenbaus, unterstützen die Landwirtinnen und Landwirte dabei, die Produktionsgrundlagen standortangepasst und effizient zu nutzen. Dies stärkt die Ernährungssicherheit durch die Optimierung der Produktion und die Reduktion der Importabhängigkeit bei den Produktionsmitteln.

(4) Nachhaltigkeit der Wertschöpfungskette fördern

Auch die vermehrte Übernahme von Verantwortung durch die nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette sowie der Konsumentinnen und Konsumenten ist wichtig für die Ernährungssicherheit. So unterstützen die Zielvereinbarungen die Landwirtschaft in ihrem Engagement für eine ressourceneffiziente und nachhaltige Produktion und die Konsumentinnen und Konsumenten bei der Wahl nachhaltiger und tierfreundlicher Produkte.