Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2002/4: Parlamentarische Initiative Gotthard-Strassentunnel/A2. Bau einer zweiten Röhre (Giezendanner). · 18 Seiten
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aber, dass die Interessen in diesem Bereich gering seien - im Gegensatz zu den Anstrengungen, das Schweizer Schienennetz an die französischen und deutschen Netze anzubinden.
Die Kantone UR, OW, NW und die SAB verlangen beim Bau einer zweiten Röhre flankierende Massnahmen für die Bahn, die vor der Eröffnung der zweiten Röhre greifen, die EDU die obligatorische Durchfahrt für 40-Tönner-Lastwagen auf der Schiene, der IKST eine weiterhin intensive Unterstützung zur Verlagerung des Transitschwerverkehrs und der VSS eine Verbesserung der Situation auf den Transitrouten. Eine Schwerverkehrszunahme könne auch durch eine Alpentransitgebühr (eine Maut, von welcher der Regionalverkehr ausgenommen wird) korrigiert werden (CVP).
2.4 Verkehrssicherheit
Frage 4:
Wie beurteilen Sie die Verkehrssicherheit auf der A2 angesichts einer zweiten Strassentunnelröhre durch den Gotthard?
2.4.1 Steigerung der Verkehrssicherheit
Kantone (13)
ZH, UR, SZ, OW, GL, FR, SO, BS, BL, AI, AR, GR, TI
Parteien (5)
CVP, EDU, FDP, Liberale, SVP
Übrige Organisationen und Private (34)
eco-sui, SAV, SGV, ACS, AGVS, ASTAG, AutoCH, BauenCH, CFS, CP, FRS, FSP, HK BB, HK GE, HK GR, HK SO, IKST, KIK, LITRA, LRS, SAB, SBV, TCS, VP SH/TI/VD, VSCI, VSIG, VSS, Roth
Dreizehn Kantone, fünf Parteien und 33 Organisationen bewerten die Tunnelsicherheit im Falle einer zweiten Strassenröhre durch den Gotthard positiv. Richtungsgetrennte Strassen und Tunnels wiesen eine höhere Verkehrssicherheit als solche mit Gegenverkehr auf, da gewisse Unfallarten wie Frontalkollisionen nicht mehr möglich sind. Gemäss dem Schlussbericht der Tunnel-Task-Force (ASTRA) sei die Unfallrate in einröhrigen Tunnels 40% höher als in richtungsgetrennten Tunnels. Hingewiesen wird auch auf die ungefähr 50% niedrigere Unfallrate des Seelisbergtunnels im Vergleich zum Gotthard-Strassentunnel. Auch die Expertengruppe des Wirtschafts- und Sozialrats der UNO zur Tunnelsicherheit empfehle bei überlangen Tunnels den Bau von zwei richtungsgetrennten Röhren. AGVS und FRS merken an, dass auch der Gotthard-Basistunnel aus Sicherheitsgründen zweiröhrig geführt werde.
Die Tunnelsicherheit erhöhe sich auch dank den besseren Interventionsmöglichkeiten bei Ereignisfällen. Zudem seien bei Tunnelsperrungen keine tauglichen Ersatzlösungen vorhanden. Positiv falle auch ins Gewicht, dass eine zweite Röhre das persönliche Sicherheitsgefühl erhöhe und die zum Teil psychisch und physisch anspruchsvollen Staustunden wegfielen oder sich entscheidend reduzierten. TI merkt an, dass die Unfallhäufigkeit im Gotthard-Strassentunnel nicht höher als auf vergleichbaren Strecken sei, dafür die Schwere der Unfälle höher. Verbesserungen im heutigen Tunnel würden zu einer Kapazitätsverringerung führen und dadurch mehr Staus verursachen.
Die Gesamtverkehrssicherheit auf der A2 würde sich dank der Verflüssigung des Verkehrs ebenfalls erhöhen. Die bfu-Studie wird in diesem Zusammenhang von