Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2002/4: Parlamentarische Initiative Gotthard-Strassentunnel/A2. Bau einer zweiten Röhre (Giezendanner). · 18 Seiten

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AGVS und FRS dahingehend kritisiert, dass die Zahlen, auf denen sie basiert, nicht auf dem neusten Stand seien.

Wegen des zu erwartenden Mehrverkehrs sei die Verkehrssicherheit auf der gesamten A2 mit flankierenden Massnahmen zu stützen (FDP, LITRA, VSS).

Der Bau einer zweiten Röhre mit einer Verkehrsführung im getrennten Einbahnsystem bringe eine markante Erhöhung der Verkehrssicherheit und eine Verbesserung des Verkehrsflusses (GL, FR, AR, GR, KIK). Die hohen Investitionen seien für diesen Zweck gerechtfertigt.

SO merkt an, dass sich mit einem Dosierungssystem für den Schwerverkehr die Verkehrssicherheit schon wesentlich erhöhen lasse und damit keine weiteren Sicherheitsmassnahmen notwendig seien. Ein Restrisiko könne nie eliminiert werden.

2.4.2. Keine Steigerung oder Rückgang der Verkehrssicherheit auf der A2

Kantone (7)

NW, ZG, SH, AG, VD, VS, NE,

Parteien (3)

CSP, Grüne, SPS

Übrige Organisationen und Private (22)

ACVS, AefU, AlpenIni, bfu, GRE, IGöV, IG Velo, KAN, PN, SEV, SES, SGB, SHS, SHV, SStV, SVI, transfair, UVR, VCS, VöV, WWF, Blatter

Sieben Kantone, drei Parteien und 21 Organisationen sehen teilweise einen Sicherheitsgewinn im Tunnel selber, aber keine oder sogar eine Verschlechterung der Verkehrssicherheit auf der Gesamtstrecke der A2.

Gemäss einer Risikoanalyse der bfu zur Sicherheit im Gotthardtunnel und auf der A2 könnte mit einer zweiten Gotthardröhre die Zahl der Verunfallten im Tunnel halbiert werden. Die Kapazitätserweiterung würde aber einen Mehrverkehr von ca. 6% generieren. Damit stiege auch die Zahl der Verunfallten auf der gesamten A2. Eine zweite Röhre würde somit allein unter dem Sicherheitsaspekt weder positive noch negative Auswirkungen nach sich ziehen. Durch die Halbierung der Unfallzahlen im Gotthard-Strassentunnel nähme das Katastrophenrisiko ab, wäre aber immer noch vorhanden.

NW, ZG, AG und ACVS erwarten wegen des Mehrverkehrs eine Zunahme des Unfallrisikos auf den Zufahrtsstrecken, die sehr viele Kunstbauten aufwiesen. VS weist darauf hin, dass auf den anderen Transitachsen aus Sicherheitsgründen massive Ausbauten notwendig würden, falls der Schwerverkehr am Gotthard limitiert werden sollte, was den Bau von zweiten Röhren am San Bernardino und am Gr. S. Bernard oder auch ein Strassentunnel am Simplon erfordere; gegebenenfalls müsste eine Initiative ins Auge gefasst werden, die den Ausbau der N6 zwischen VS und BE verlangt.

Die SVI geht von einer Steigerung der Sicherheit im Gotthard-Strassentunnel aus, fragt sich aber, ob die Risikosenkung nicht mit einem effizienteren Mitteleinsatz über andere Massnahmen erreicht werden könnte. BE, NE und VD messen zwar der Verkehrssicherheit eine grosse Bedeutung zu, ziehen aber andere Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit dem Bau einer zweiten Röhre vor.