Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2002/4: Parlamentarische Initiative Gotthard-Strassentunnel/A2. Bau einer zweiten Röhre (Giezendanner). · 18 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 2Fedlex · Ergebnisbericht
1. Vorbemerkungen
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat im Auftrag der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrates (KVF-N) mit Schreiben vom 17. Mai 2002 das Vernehmlassungsverfahren zur Parlamentarischen Initiative Gotthard-Strassentunnel/A2. Bau einer zweiten Röhre (Giezendanner) mit Frist bis zum 15. August 2002 eröffnet.
Eingegangen sind insgesamt 91 Stellungnahmen von Kantonen, Parteien, Verbänden, Interessengruppen und Einzelpersonen. Die detaillierte Liste der Eingabestellen mit den im vorliegenden Bericht verwendeten Abkürzungen findet sich im Anhang.
Die Meinungsäusserungen wurden auf das Wesentliche beschränkt, sinngemässe Anträge und Bemerkungen zusammengefasst.
Der SGeV verzichtete angesichts der stark divergierenden Meinungen seiner Mitglieder auf eine detaillierte Stellungnahme. Auch die Kantone SG und TG reichten keine detaillierte Stellungnahme ein, ebenso der STV.
Unter dem Begriff Umweltverbände werden in dem vorliegenden Bericht folgende Verbände und Organisationen subsumiert: AeFU, AlpenIni, GRE, IG Velo, KAN, PN, SES, UVR, VCS, WWF.
2. Stellungnahmen
2.1 Planungsbeginn und Planungsvorhaben
Frage 1:
Wie beurteilen Sie grundsätzlich das Vorhaben, die Planung und den Bau einer zweiten Röhre des Gotthard-Strassentunnels im gegenwärtigen Zeitpunkt einzuleiten, insbesondere im Hinblick auf die Transportkapazitäten für den Lastwagen- und Personenverkehr?
2.1.1 Gegen eine Planung zum jetzigen Zeitpunkt
Kantone (13)
ZH, BE, LU, SZ, NE, NW, ZG, SO, BS, SH, GR, VD, JU
Parteien (4)
CSP, EDU, Grüne, SPS
Übrige Organisationen (18)
ACVS, AefU, AlpenIni, GRE, IGöV, IG Velo, KAN, PN, SEV, SES, SGB, SHS, SVI, transfair, UVR, VCS, VöV, WWF
Zwölf Kantone sowie EDU, ACVS, IGöV, SVI und VöV sind gegen einen sofortigen Planungsbeginn. Sie halten den Ausbau des Gotthard-Strassentunnel nicht für prioritär, da andere Nationalstrassenabschnitte stärker überlastet seien, die Kapazität am Gotthard-Strassentunnel im Normalbetrieb genüge und auch mit einer markanten Verkehrszunahme kein Dauerstau wie in den Agglomerationen zu erwarten sei. Sie verlangen einen gezielten und effizienten Mitteleinsatz auf dem bestehenden Netz und in den hoch belasteten Agglomerationen. Die Planung einer zweiten Röhre zum