Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2003/145: Anschluss der Ost- und Westschweiz an das europäische Eisenbahn-Hochleistungsnetz (HGV-Anschluss) · 19 Seiten
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wiesen sei. Für AG stellt sich die Frage nach der langfristigen Bedeutung der Achse durch den Jurabogen und der Ostschweizer Spange.
22 Kantone, 2 Parteien, 1 Spitzenverband, 3 Konferenzen, 2 Bahnen und 10 weitere Organisationen sind der Meinung, dass das Spektrum der Projekte bestimmten regionalpolitischen Aspekten zu wenig Rechnung trage. Gemäss LU, OW, ZG, SO und SZ ist die Abstimmung mit dem nationalen Regional- und Fernverkehr insofern ungenügend, als die Ausführungen in Ziff. 1.6.2 der Vernehmlassungsvorlage zu unverbindlich seien.
GL, SH, AR, AI, SG, GR, TG, RöV und IBK fordern, dass im Rahmen einer ausgewogenen Mittelzuweisung im Zeitraum 2004 bis 2012 die Hälfte des Kredits oder insgesamt 650 Millionen Franken in Ostschweizer Projekte zu investieren sei (im Einzelnen siehe Ziffer 3.3). Nach Aussage einer Ostschweizer Organisation ist die Einbindung jener Randregionen sachlich und zeitlich zu priorisieren, welche die grössten Wachstumsimpulse aus dem nahen Ausland aufzunehmen versprächen. In dieser Hinsicht stehe von den Randregionen die Ostschweiz zweifelsfrei im Vordergrund. Sie sei nicht nur das Tor zu den wirtschaftsstärksten deutschen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg, sondern öffne vor allem den Weg für die wirtschaftliche Ost-Erweiterung der Schweiz, seien doch langfristig die stärksten wirtschaftlichen Impulse – jedenfalls für die Industrie – aus Osteuropa zu erwarten. Gerade die Ostschweizer Unternehmen würden über dem Schweizer Durchschnitt liegende Exporte in diese Gebiete ausweisen.
Die KöV-RegZ fordert für den Korridor Zürich – München neben den vorgeschlagenen Ausbauten zwischen St. Gallen und St. Margarethen auch die Bereitstellung der heute nicht vorhandenen Kapazitäten auf der Strecke Zürich – Winterthur – St. Gallen. Zur Erreichung der für die Netzwirkung wichtigen Fahrzeit von unter 60 Minuten seien zudem fahrzeitverkürzende Massnahmen zwischen Zürich und St. Gallen notwendig. Für den Korridor Zürich – Schaffhausen – Stuttgart stünden die dringend notwendigen Erhöhungen der Streckenkapazitäten, die Gewährleistung des Anschlusses in Schaffhausen aus Richtung Flughafen – Winterthur und die Abstimmung auf den Knotenpunkt Singen zur vollen Stunde im Vordergrund. Damit würde die Basis für die angestrebte Netzwirkung im Dreieck St. Gallen, Singen und Zürich und damit der gesamten Ostschweiz gelegt.
Für eine Mitfinanzierung der Elektrifizierung Lindau – Geltendorf sprachen sich aus: GL, SH, AR, AI, SG, GR, TG, CVP, SGV, RöV, SBB, 8 weitere Organisationen sowie das MinBW.
Für BE, SO, NE, VD, VS, GE, JU, FR, LPS, SP, GPS, SGV, CTSO, BLS und 7 weitere Organisationen ist ein zwingender Einbezug der Strecke Neuenburg – Bern erforderlich. Eine Bündelung des Verkehrs über Basel sei wegen der fehlenden Kapazität im Knoten Basel wie auf der Strecke Olten
– Basel zu vermeiden. Die Strecke Basel – Mannheim werde zurzeit vierspurig ausgebaut. Mit Berücksichtigung der prognostizierten Zugsfahrten im Raum Basel und der Konzentration der Streckenführung des TGV via Basel werde dies zu enormen Kapazitätsproblemen im Knoten Basel und auf den angeschlossenen Strecken in der Schweiz führen. Ziel müsse es daher sein, diese Hauptlinien des internationalen wie innerschweizerischen Verkehrs zu entlasten. Die knappen, noch freien Kapazitäten seien für den Transitverkehr über den Lötschberg – Simplon vorzusehen. Eine Streckenführung via Basel mit dem TGV Rhein – Rhone bringe keinen Fahrzeitvorteil für Bern bzw. die Westschweiz gegenüber Espace Mittelland / Bern – Neuenburg – Pontarlier – Frasne – Dijon – Paris. Es sei daher nicht nachvollziehbar, warum die Strecke Bern – Neuenburg nur als Option aufgeführt werde für den Fall, dass der TGV Rhein – Rhone nicht gebaut werden sollte.
VD, NE, FR, VS, JU, BE, GE, CTSO und 6 Organisationen bedauern, dass die Revitalisierung der Verbindung zwischen dem Wallis und Genf entlang dem Südufer des Genfersees im Entwurf des Bundesrates nicht enthalten sei (Zugang zum TGV-Netz). Wie die Linie südlich des Bodensees müsse auch diese Strecke in den Genuss von Investitionen im Rahmen der zweiten Phase des HGV-Anschlusses kommen.