Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2004/100: Gesetzgebungsvorlage für den Güterverkehr · 169 Seiten

Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 102Fedlex · Erläuternder Bericht

Vernehmlassung der Gesetzgebungsvorlage für den Güterverkehr Seite 102 von 169

nung des Lötschberg-Basistunnels lassen in einem positiven Umfeld sogar eine Absenkung in den Bereich von knapp unter einer Million Fahrten möglich erscheinen. Ab dem Jahr 2011 kann mit einer dauerhaften Unterschreitung der Millionengrenze gerechnet werden. Dies schlägt sich auch in der Zwischenzielsetzung des Güterverkehrsverlagerungsgesetzes nieder. Eine nächste grosse Fahrtenabnahme sollte nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2015 eintreten, indem für den Schienengüterverkehr bedeutende Produktionsvorteile realisiert werden können und weitere Rola-Kapazitäten zur Flankierung einer zukünftigen Alpentransitbörse bereits aufgebaut werden können.

Die Einführung einer Alpentransitbörse im Rahmen einer koordinierten Verkehrspolitik kann je nach Zahl der definierten Durchfahrtsrechte eine schnellere und sicherere Reduktion der Fahrten ermöglichen. Mit Einführung einer Alpentransitbörse würde auch eine Stabilisierung der Fahrtenzahl nach 2017 gesichert.

Die mittels kombinierten Verkehr (UKV und Rola) transportierten alpenquerenden Sendungen präsentieren sich bei Umsetzung des vorgeschlagenen Massnahmenbündels wie folgt (Wagenladungsverkehr ist nicht berücksichtigt):

Jahr Transportierte Sendungen im kombinierten Schienengüterverkehr

(UKV und Rola)

2008 - 2010 800'000 - 900'000

2011 - 2014 900'000 - 1'050'000

2015 - 2016 1'050'000 - 1'200'000

2017 1'200'000 - 1'350'000

2018ff. 1'250'000 - 1'400'000

Der kontinuierlichen Abnahme der alpenquerenden Fahrten schwerer Nutzfahrzeuge steht somit eine deutliche Steigerung der verlagerten alpenquerenden Sendungen durch die Schweiz in den kommenden Jahren gegenüber.

Anforderungen an die Schieneninfrastruktur

Der mit Umsetzung des vorgeschlagenen Massnahmenbündels erwartete Trassenbedarf für den Schienengüterverkehr wird derzeit geprüft. Die Ergebnisse werden in aktuelle Kapazitätsanalysen und Planungen zur Weiterentwicklung des schweizerischen Schienennetzes, vor allem in den Arbeiten zur Vorlage "Zukünftige Entwicklung der Bahnprojekte" (ZEB), einbezogen. Der Bedarf an Trassen wird sich in einer Grössenordnung bewegen, wie er bereits in der Botschaft zur FinöV-Vorlage festgestellt wurde.

Diese Trassen sind in hoher Qualität bereitzustellen, indem kurze Fahrzeiten und eine Vertaktung der Verkehre möglich werden. Dazu sind die Güterverkehrstrassen hauptsächlich auf die neuen Basisstrecken zu legen. Der konkrete Trassenbedarf ist in Zusammenarbeit