Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2005/90: Änderung der FDV betreffend die Grundversorgung · 43 Seiten

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zufrieden oder eher zufrieden sind 98% der Befragten mit den Festnetzdiensten, 90% mit den Mobilfunkdiensten sowie 87% mit dem Internetzugang, unabhängig vom Anschlusstyp. Dies erfreut umso mehr, als die Umfrage die Bedeutung belegt, welche die Schweizer Haushalte der Qualität im Allgemeinen beimessen.

Was die Preise betrifft, sieht die Situation etwas nuancierter aus, besonders bei den Preisen für die Anschlüsse und für die Verbindungen vom Fest- aufs Mobilfunknetz. So halten 67% der Befragten die Gebühren für den analogen Anschluss für sehr teuer oder eher teuer. Der gleichen Meinung sind 77% der Befragten in Bezug auf den ISDN-Anschluss und 65% in Bezug auf den Breitbandanschluss.

Die Ergebnisse betreffend die Preise für die Verbindungen vom Fest- in die Mobilfunknetze sind zu relativieren, da die Umfrage im Juni durchgeführt wurde und zwei Mobilfunkanbieterinnen im Laufe des Sommers den Preis für die Anrufterminierung in ihrem Netz gesenkt haben.

Die detaillierten Ergebnisse werden in unten stehender Tabelle präsentiert. Zu beachten ist, dass das Total einer Zeile wegen der gerundeten Zahlen nicht immer genau 100% ergibt.

Tabelle 5: Beurteilung des Preises der Festnetzdienste

Sehr teuer Eher teuer Eher nicht Überhaupt teuer nicht teuer

Analoger Anschluss 22% 45% 30% 2%

ISDN-Anschluss 24% 53% 23% 1%

Breitbandanschluss 15% 50% 32% 3%

Verbindungen in die

Mobilfunknetze 51% 38% 10% 1%

Internationale 18% 36% 40% 5%

Verbindungen

Einwähl- 11% 24% 58% 7%

Internetverbindungen

Nationale Verbindungen 7% 26% 57% 11%

Ohne auf die genaue Bedeutung des in Art. 1 FMG genannten Begriffs der „erschwinglichen Grundversorgung“ einzugehen, zeigen diese Ergebnisse, dass die Konsumentinnen und Konsumenten eine Erhöhung der Dienstleistungspreise nicht gerne sähen. Dies unabhängig davon, ob die Preise auf Grund eines tarifären Ausgleichs angepasst werden, damit sie die Kosten besser widerspiegeln oder damit allfällige ungedeckte Kosten der Grundversorgung auf die Dienstleistungen überwälzt werden, bei denen die Nachfrage am wenigsten elastisch ist.

7.4 Inhaberin der Grundversorgungskonzession

Zum Abschluss wurden in der Umfrage einige Fragen gestellt, welche die Grundversorgungskonzession im Speziellen betreffen. Wie aus den Antworten hervorgeht, wissen 48% der Befragten, dass Swisscom die Inhaberin dieser Konzession ist. 45% der Befragten nennen hingegen eine andere Fernmeldedienstanbieterin, die auf dem Schweizer Markt tätig ist, und 8% wissen nicht, wer die Grundversorgungskonzessionärin ist. Dabei fällt auf, dass gerade die Bevölkerungskreise, die durch die Grundversorgung geschützt werden sollen, sich am wenigsten bewusst sind, dass diese zurzeit durch Swisscom sichergestellt wird: d.h. die Personen, die in abgelegenen Gebieten leben oder die am wenigsten gebildet