Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2006/86: Änderung des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) · 73 Seiten

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Varianten Statische Sicht Dynamische Sicht

Differenzierter Teilweise Ausfinanzierung Teilweise Ausfinanzierung

Zieldeckungsgrad (Zinsen und Amortisation) (Zinsen und Amortisation)

(mit teilweiser Übliche Kosten gemäss Übliche Kosten gemäss

Mischfinanzierung Mischfinanzierung

Ausfinanzierung)

Eventuell Erhöhung des

Fehlbetrags in Franken (in

Prozenten bleibt die Unter-

deckung unverändert)

Eingefrorener Fehlbetrag Zinsen Zinsen

Übliche Kosten gemäss Übliche Kosten gemäss

Kapitaldeckungsverfahren Kapitaldeckungsverfahren

Sofortige Finanzierung, um die Erhöhung der Unterdeckung in Franken zu stoppen

Bei statischer Betrachtung gewinnt man den Eindruck, die Variante «Eingefrorener Fehlbetrag» sei kostengünstiger als die Variante «Differenzierter Zieldeckungsgrad». Dabei hat dieser Unterschied nichts mit den üblichen Kosten zu tun, sondern erklärt sich aus dem Umstand, dass die letztgenannte Variante einen Amortisationsanteil beinhaltet.

Demgegenüber muss man bei einer dynamischen Betrachtung damit rechnen, dass die Beträge, d.h. das Vermögen und die Verbindlichkeiten der Versicherung, steigen. Die Aufrechterhaltung eines gleichbleibenden Verhältnisses zwischen den beiden (Variante «Differenzierter Zieldeckungsgrad») geht somit mit einer Erhöhung der Unterdeckung einher. Um dies zu vermeiden (Variante «Eingefrorener Fehlbetrag»), werden erhebliche Mittel benötigt.

Simuliert man dies mit konkreten Fällen, ergibt sich, dass die Variante «Eingefrorener Fehlbetrag» im Allgemeinen mehr kostet, andererseits aber auch bessere Ergebnisse zeigt: Der Gesamtdeckungsgrad ist nach der Refinanzierungsphase in der Regel höher als jener, der mit der Variante «Differenzierter Zieldeckungsgrad» angestrebt wird.

4.5 Einfluss der Amortisationsdauer

Im Oktober 2006 hat das BSV einen Bericht betreffend die finanziellen Konsequenzen der Umsetzung der parlamentarischen Initiative Beck und des ASIP-Modells (Datenbasis: Ende 2005) erstellt, der eine Tabelle mit Zahlen für eine Amortisationsdauer von 15, 20, 40 und 50 Jahren enthält . Dabei verringern sich die jährlichen Kosten um fast die Hälfte, wenn man die Amortisationsdauer von 15 auf 50 Jahre verlängert. Kalkuliert man die mit einer Ausfinanzierung zusammen hängenden Kosten für die Zeiträume 10, 20, 30, 40 und 50 Jahre ergibt sich folgendes Bild:

Ausfinanzierung der Unterdeckung (pro Kanton)

Datenbasis: 31.12.05

Kanton Unterdeckung Annuität in Mio Fr. bei Ausfinanzierung der Unterdeckung innert in Mio Franken

10 Jahren 20 Jahren 30 Jahren 40 Jahren 50 Jahren AG 680 84 50 39 34 BE 737 91 54 43 37 BL 492 61 36 28 25 BS 1'854 229 136 107 94