Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/106: Revision des Raumplanungsgesetzes · 66 Seiten

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4.3 Instrumente zur Planung in funktionalen Räumen

4.3.1 Allgemeine Bemerkungen

Zahlreiche Vernehmlasser begrüssen die ausdrückliche Verankerung der funktionalen Räume im Gesetz, mit der auch eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage für die übergeordnete Zusammenarbeit, mithin die Planung in funktionalen Räumen geschaffen wird (AG, AR, BE, BL, BS, FR, GL, GE, GR, JU, LU, NE, NW, SG, SO, SZ, TI, TG, VD, ZG; GLP; GdeV, SAB, SSV; economiesuisse, SGB, sgv; agridea, AWS, bgs, BPUK, BSLA, CHGEOL, Chur, CS, EGK, EKL, equiterre, erdgas, espace mobilité, FER, Forum Landschaft, FSU, FSU SM, Geosuisse, holzenergie, hotelleriesuisse, hsp, IGS, IRL, KPK, KSKA, La-Chaux-de-F, Lausanne, LDK, Metropole, Münchenstein, pusch, ROREP, RZU, SBK, SIA, SIHK, STV, svit, SVU, swissolar, UPIAV, WSL, ZPG, Zürich), weisen zum Teil jedoch auch auf Probleme hin, die mit der Vielzahl an Instrumenten und der Komplexität der Verfahren verbunden sein könnten (AR, GR, NE, LU, SZ).

Verschiedene Vernehmlasser erachten die vorgeschlagenen neuen Instrumente zur Planung in funktionalen Räumen sowie die Rechtsgrundlage für die Agglomerationsprogramme als nötig (BE, GL, ZG; CP, FER, FRI, FSU, SBK, SEV, SHS, uspi, VLP). Es wird jedoch auch darauf hingewiesen, dass die sich aus Artikel 75 BV ergebende Kompetenzordnung in jedem Fall eingehalten werden müsse (sgv; bauenschweiz, BPUK, CP, FER, FSU, KGL, SMU, svit, uspi, VSEI).

Wiederholt wird auch die Bedeutung der verstärkten planerischen Zusammenarbeit über die politischadministrativen Grenzen hinweg betont (agridea, bauenschweiz, BPUK, equiterre, KGL, SBK, SMU, SVU, VSEI, Zürich), vor allem auch dort, wo die funktionalen Räume die Kantonsgrenzen überschreiten (SSV; FRR).

Einzelne Vernehmlasser lehnen die vorgeschlagene Regelung über die Planung in funktionalen Räumen ab, da sie weder nötig noch mit den politischen Strukturen vereinbar sei (ZH; svit, toggenburg).

Zahlreiche Vernehmlasser fordern Verdeutlichungen, insbesondere bezüglich der Begriffe, der zu erfassenden Bereiche, der rechtlichen Tragweite dieser Planungen sowie zu den Zuständigkeiten und Verfahren (AG, AR, BE, BL, BS, FR, GL, JU, NE, SO, SZ; SSV; Belmont, BPUK, Bündner Planerkreis, CEAT, CS, EKL, erdgas, err, FSU, GdePräsSG, HSR, INTER, IRL, KPK, Metropole, SHS, SIHK, STV, svit, SVU, VLP, Winterthur, Zürich). SZ hält dafür, dass die Regelungen im 3. Kapitel stärker auf die Umsetzung ausgerichtet werden sollten.

Verschiedene Vernehmlasser machen ausdrücklich auf die Bedeutung des kantonalen Richtplans im Verhältnis zu den Planungen in funktionalen Räumen aufmerksam (BE, GL, LU, NE, NW, SZ, TI, UR, ZH; bauenschweiz, BPUK, err, KGL, KPK, Lugano, ROREP, SMU, STV, VLP, VSEI).

Einzelne Vernehmlasser haben den Eindruck, dass dieses Kapitel zu sehr auf die Agglomerationen ausgerichtet sei und den ländlichen Räumen daher zu wenig Bedeutung beimesse (GR, VS; Agora, AgriGE, CAJB, CJA, err, FVPFL, FVPL, Prométerre, SVIL, uniterre), äussern sich zum Nutzen (EKL) und den Gegenständen der Planungen in funktionalen Räumen (AEE, AWS, holzenergie, swissolar) oder fordern in gesetzessystematischer Hinsicht die Integration dieser Bestimmungen ins Kapitel über die kantonalen Richtpläne (TI; KPK).

4.3.2 Art. 21 Grundsatz

Die Grundsatzbestimmung wird von verschiedenen Vernehmlassern ausdrücklich begrüsst (AG, BL, BS; GLP; BSLA, coop, FSU, Migros, ufs, WSL), wobei auch darauf hingewiesen wird, dass die Schaffung funktionaler Räume nicht zu einer weiteren Staatsebene führen dürfe (AG, BL; FSKB, SIA, SNP).

Einzelne Vernehmlasser erachten den Zwang zur Kooperation als zu weit gehend (SG; sgv; FSKB, GdePräsSG, SFF, SNP). BS dagegen erachtet die vorgeschlagene Formulierung als zu schwach und würde sich eine höhere Verbindlichkeit wünschen.

Einige Vernehmlasser betonen, dass die Abgrenzung der funktionalen Räume - im Rahmen der kantonalen Richtplanung - Sache der Kantone sein müsse (AG, BE, BL; SIA).

Mehrere Vernehmlasser erachten Verdeutlichungen, etwa bezüglich des Verfahrens, der Umschreibung und Definition der funktionalen Räume (Abs. 2) oder des Gegenstands der Planungen (Abs. 3) als nötig (AG, BE, BL, FR, GE, VD; AWS, CHGEOL, FSU, ROREP, SIA, SVU, ufs, VSE, Zürich).