Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/106: Revision des Raumplanungsgesetzes · 66 Seiten

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4.6.2 Verfahren und Rechtsmittel

4.6.2.1 Allgemeine Bemerkungen

Den Verfahrensbestimmungen stimmen GLP und VIV grundsätzlich zu, wobei der VIV ein weiteres Optimierungspotenzial sieht. Gemäss sgv besteht kein Handlungsbedarf.

Verschiedene Vernehmlasser halten dafür, dass das Baubewilligungsverfahren zu kompliziert und zu langwierig sei (SBV; CAJB, CH-IGG, Favorit, SEG, sgp, SIHK).

4.6.2.2 Art. 62 Verfahren

Absatz 1 stimmen zwei Vernehmlasser zu (HSR, VLP), deren fünf lehnen ihn ab (FR; SAB; FBS, GdePräsSG, suisseporcs). Gemäss AG ist der Ausdruck "hinreichend" zu unbestimmt.

Einige Vernehmlasser stellen konkrete Änderungsanträge (BE; suisseporcs) oder regen Verdeutlichungen - auch im Sinne von Einschränkungen des Einwendungsrechts - an (AG, SG; suisseporcs).

Eine Reihe von Vernehmlassern stimmt Absatz 4 ausdrücklich zu (BE; HSR, pro natura, SVS, vbu, VCS, VLP), zwei lehnen ihn ab (LU, SG).

Einige Vernehmlasser unterbreiten Vorschläge, um den Vollzug der Wiederherstellungsverfügungen zu verbessern (pro natura, SVS, vbu, VCS), oder betonen, dass der Gesetzgeber sich verstärkt um die widerrechtlichen Bauten kümmern sollte (VD; pro natura, SVS, vbu, VCS).

Einzelne Vernehmlasser beantragen punktuelle Verdeutlichungen in Absatz 4, so bezüglich Koordination (SG), Zuständigkeit (GdePräsSG) und Verhältnis zu anderen Verfahren (BE).

Absatz 5 gibt nur vereinzelt zu Aussagen Anlass: Der SOBV stimmt der Regelung zu, GE und HEV lehnen sie ab. Einzelne Vernehmlasser halten die in Absatz 5 vorgeschlagene Regelung zumindest für problematisch und sprechen sich dafür aus, Zivilrecht und öffentliches Recht weiterhin getrennt zu halten (BE, BL, NE, VD), oder bezweifeln den Beschleunigungseffekt (GE; HSR).

4.6.2.3 Art. 63 Grundsätze der Koordination

Das BGer hält dafür, dass die Koordinationspflicht für alle raumplanerischen Verfahren gelten und deshalb bei den grundlegenden Bestimmungen im ersten Kapitel geregelt sein müsse. Vereinzelt werden Verdeutlichungen angeregt (Münchenstein, SIHK).

4.6.2.4 Art. 64 Rechtsmittel

Den neuen Rechtsmittelnormen stimmen einige Vernehmlasser explizit zu (BL; sgv; bauenschweiz, HEV, HSR, KGL, SMU, svit, VSEI).

Vereinzelt werden Vorschläge zur weiteren Beschleunigung der Verfahren, so zur Anzahl der Beschwerdeinstanzen und den Fristen, gemacht (NE; sgv; bauenschweiz, KGL, SMU, VSEI). Der SAV möchte klarstellen, dass die kantonal letztinstanzliche Überprüfung durch ein unabhängiges Gericht zu erfolgen habe.

Verschiedene Vernehmlasser verlangen - zum Teil mit konkreten Vorschlägen - Bestimmungen zur Bekämpfung missbräuchlicher Beschwerden (sgv; bauenschweiz, KGL, SMU, svit, VSEI).

4.7 Abgaben

4.7.1 Allgemeine Bemerkungen

Viele Vernehmlasser befassen sich mit den Bestimmungen über die Abgaben, und zwar in erster Linie in grundsätzlicher Form.

Den abgaberechtlichen Bestimmungen stimmen fünf Vernehmlasser zu (ENHK, KBNL, Metropole, Münchenstein, WSL). Eine grössere Anzahl Vernehmlasser unterstützt das Bestreben, den Anreiz zum Bauen ausserhalb der Bauzonen mithilfe von Abgaben zu verkleinern, grundsätzlich (JU, GR, NW; SP, Grüne CH; SGB; aefu, biosuisse, BSLA, FSU, Geosuisse, greenpeace, Hausverein, pro natura, pusch, Rheinaubund, SGS, SHS, SL, STV, suisseporcs, SVKG, SVS, vbu, VCS, VLP, WWF). Viele Vernehmlasser lehnen die vorgeschlagenen Abgaben indessen ab (AG, AR, BL, GL, LU, SG, SO, SZ, TG, TI, ZG; FDP, SVP; GdeV, SAB; economiesuisse, SBV, SBVg, sgv; AGBV, bauenschweiz, BVSZ, BZS, CP, err, FER, FRI, FSKB, GdePräsSG, HEV, holzkette, hotelleriesuisse, IGS,