Ergebnis

Vernehmlassung 2011/62: Zusatzbotschaft zur Änderung des Asylgesetzes (Bericht des EJPD über Beschleunigungsmassnahmen im Asylbereich, kurzfristige Massnahmen, Handlungsoption 3) · 24 Seiten

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à non seulement écourter certaines procédures, mais aussi à diminuer les demandes de réexamen basées sur des motifs médicaux […].

SH: Erachtet es als wichtig, dass in der Praxis den konkreten Umständen im Einzelfall auch tatsächlich Rechnung getragen wird, zum Beispiel dann, wenn es einer betroffenen Person aus entschuldbaren Gründen nicht möglich war, ihre medizinischen Vorbringen bereits in der Anfangsphase des Verfahrens geltend zu machen. Es ist durch den Bund sicherzustellen, dass auch traumatisierte Asylsuchende, welche umständehalber nicht in der Lage sind, die zu ihrem Trauma führende Vorgeschichte gleich zu Beginn des Asylverfahrens anzuführen, eine faire Chance erhalten, dies auch nachträglich und ohne relevante Nachteile für sie vorbringen zu können.

TG: begrüsst den Vorschlag, bedenkt jedoch, dass es nicht auszuschliessen ist, dass sich das neue Angebot konträr zu den Zielen der Revision entwickeln könnte und noch mehr vorläufige Aufnahmen aus medizinischen Gründen angeordnet werden.

UNHCR: begrüsst die eingeführte Möglichkeit einer frühzeitigen und kostenlosen medizinischen Untersuchung. Dies ist insbesondere für Personen mit medizinischem Schutzbedarf von grosser Bedeutung, dass die notwendige Behandlung dadurch schnell beginnen kann. VD: Conseille de séparer les dispositions relatives à la procédure et la prise en compte d’éléments d’ordre médical des dispositions relatives à l’examen médical. Il propose de faire deux articles distincts: l’un sur l’examen médical - précisant que les requérants sont informés de leur devoir de faire valoir immédiatement après le dépôt de la demande, toute atteinte à leur santé -, l’autre sur la prise en compte des éléments médicaux dans le cadre de la procédure d’asile. En effet, en raison du secret médical, le résultat de l’examen ne peut pas être pris en compte dans le cadre de la procédure (à moins que l’intéressé le communique). ZG: Bezweifelt aber, ob der Vorschlag geeignet ist, medizinische begründete Wiedererwägungsgesuche einzuschränken. Sieht keine wesentliche Verbesserung im Vergleich zur heutigen Ausgangslage.

Ablehnung

Kantone:

ZH (eher ablehnend), OW

Parteien:

FDP, GPS, SVP

Interessierte Kreise:

CSP, DJS, FMH, SAJE, SFH, SRK; UNHCR (nur Absatz 2)

CSP: Lorsque les requérants d’asile n’auront pu invoquer leurs problèmes de santé en procédure ordinaire, faute d’une détection dans les premières étapes de la procédure, ils devront le faire au travers d’une procédure extraordinaire, ce qui aura pour effet de prolonger la procédure et non de la raccourcir. Il n'est pas précisé quelles investigations médicales sont prévues, comment le secret médical sera garanti, ni les soins auxquels les requérants auront accès.

GPS, SFH, VSJF: Die Einrichtung einer medizinischen Unterstützung zu Beginn des Verfahrens wird grundsätzlich begrüsst (so auch CSP, FMH). Das vorgeschlagene Konzept erweckt jedoch stark den Eindruck, dass die medizinische Untersuchung in erster Linie den Bedürfnissen der Behörde entsprechen soll und die Bedürfnisse der Betroffenen zweitrangig sind (sinngemäss auch SRK). Die Regelung verstösst daher gegen das grundlegende Recht auf Gesundheitsversorgung, wie es in der Bundesverfassung und internationalen Abkommen festgelegt ist. Es muss eine verfahrensunabhängige gesundheitliche Grundversorgung in den EVZ geschaffen werden, die angebotene Betreuung muss unabhängig sein (so auch CSP, DJS, FMH, SAJE, SRK) und dies muss für die Betroffenen klar erkennbar sein, z.B. durch eine räumliche Trennung ausserhalb den EVZ. Die Betreuung muss zudem von ausgewiesenem Fachpersonal wahrgenommen werden. Durch eine medizinische Betreuung,

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