Ergebnis

Vernehmlassung 2011/62: Zusatzbotschaft zur Änderung des Asylgesetzes (Bericht des EJPD über Beschleunigungsmassnahmen im Asylbereich, kurzfristige Massnahmen, Handlungsoption 3) · 24 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 15Fedlex · Ergebnisbericht

4. Artikel 26a (neu): Medizinische Untersuchung

Artikel 26a (neu) Medizinische Untersuchung

1Asylsuchende müssen die für das Asyl- und Wegweisungsverfahren massgeblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die ihnen bereits zum Zeitpunkt der Einreichung des Asylgesuches bekannt waren, unmittelbar nach Einreichung des Asylgesuches geltend machen. Das BFM bezeichnet die für die Untersuchung zuständige medizinische Fachperson. Artikel 82a findet sinngemäss Anwendung. Das BFM kann die notwendigen medizinischen Aufgaben Dritten übertragen.

2 Später geltend gemachte oder von einer anderen medizinischen Fachperson festgestellte gesundheitliche Beeinträchtigungen können im Asyl- und Wegweisungsverfahren berücksichtigt werden, wenn sie nachgewiesen werden. Das BFM kann einen Vetrauensarzt beiziehen.

Zustimmung

Kantone:

AG, BE, BS, FR, GE, GR, JU, LU, NE, SH, SO, SZ, TG, TI, VD, VS, ZG (im Grundsatz zustimmend)

Parteien:

Interessierte Kreise:

FER, Groupe Mutuel, Helsana, santésuisse; UNHCR (nur Absatz 1)

AG, sinngemäss ZG: Verlangt zusätzlich die gleichzeitige Wiedereinführung der grenzsanitarischen Untersuchung für Asylsuchende, da diese teilweilse hochansteckende Krankheiten haben, in die Kantone verteilt, und erst dort die Krankheiten diagnostiziert werden. In der Zwischenzeit besteht für die Öffentlichkeit, aber auch das Betreuungspersonal, das Risiko, sich mit potenziell gefährlichen Krankheiten anzustecken.

BS, sinngemäss FR: Ist ein Schritt in die richtige Richtung. In der Praxis spielen vor allem auch später vorgebrachte gesundheitliche Beeinträchtigungen, welche angeblich dem Wegweisungsvollzug entgegenstehen, eine Rolle. Die vorgeschlagene Änderung bringt nicht allzuviel, zumal der Nachweis der Reiseunfähigkeit von einem Arzt attestiert werden kann. Dies ist zu bedenken.

FER: Est d’avis que le délai de trois semaines est trop long et plaide pour un délai d’annonce de 2 semaines au plus. Quant au recours au médecin de confiance, FER préfère la notion de médecin conseil.

FR: Nous observons effectivement en pratique qu’une grande majorité des requérants d’asile déboutés pour lesquels s’ouvre une perspective de renvoi tentent de faire obstacle au dernier moment à la mise en œuvre concrète de leur départ (ou en tout cas de la retarder) en produisant un certificat médical (même si des affections physiques sont parfois observées, ces personnes se prévalent à ce stade surtout d’affections psychiques attestées par des certificats médicaux émanant de professionnels de la santé dont la probité déontologique peut nous laisser songeurs). La disposition est toutefois susceptible de rendre la place helvétique encore plus attrayante pour les personnes tentées de se faire soigner à moindre coût.

Groupe Mutuel, Helsana, santésuisse: Schlagen vor, im Einklang mit den Erläuterungen im Bericht über die Zusatzbotschaft, in Artikel 26a Absatz 1 E-AsylG die folgende Ergänzung vorzunehmen: „Sämtliche mit der Abklärung von gesundheitlichen Beeinträchtigungen einhergehenden medizinischen Untersuchungen und Behandlungen gehen zu Lasten des Bundes.“ Zudem schlagen Groupe Mutuel und Helsana vor, Artikel 82a Absatz 2 AsylG zu ergänzen mit: „Die Zuteilung auf die Versicherer hat dabei im Verhältnis des jeweiligen Marktanteils der Versicherer innerhalb des Kantons zu erfolgen.“

NE, sinngemäss JU: Est favorable à la solution visant à offrir aux requérants d’asile l’accès à une consultation juridique et à des examens médicaux. Ces moyens paraissent de nature

Seite 15