Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2013/131: Bundesgesetz über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz (Unternehmenssteuerreformgesetz III) · 20 Seiten
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4.3 Durchschnittlicher Steuersatz
Für die offizielle Simulation wurde angenommen, dass der durchschnittliche Steuersatz für ordentlich besteuerte Unternehmen von heute 22 auf 16 Prozent gesenkt wird. Da die Festlegung der Steuersätze in der Kompetenz der Kantone liegt, handelt es sich dabei nur um eine Annahme. Deshalb wurde für die Sensitivitätsanalyse der durchschnittliche Steuersatz um einen Prozentpunkt variiert.
Eine Veränderung des durchschnittlichen Gewinnsteuersatzes ist gleichbedeutend mit einer Veränderung der Ausschöpfung bei den juristischen Personen. Wenn sich dabei, wie hier unterstellt, die Ausschöpfung der natürlichen Personen nicht verändert, dann hat dies Auswirkungen auf den Zeta-Faktor und dadurch auch auf das Ressourcenpotenzial. Ein höherer Gewinnsteuersatz erhöht somit auch den Zeta-Faktor und damit auch das Ressourcenpotenzial aller Kantone. Insbesondere aber dasjenige von Kantonen mit einem hohen Anteil Unternehmensgewinne am Ressourcenpotenzial.
Die Abbildungen 4.3, 4.4 sowie die Tabelle 4.3 zeigen, dass Änderungen im Durchschnittssteuersatz die grössten Auswirkungen auf den Ressourcenausgleich haben. Doch auch hier sind die Unterschiede recht gering. Einzig bei den Kantonen Zug, Basel-Stadt und Schaffhausen sind in den Abbildungen sichtbare Unterschiede zwischen den einzelnen Varianten vorhanden. Damit ist auch die Wahl des Durchschnittssteuersatzes eher sekundär für die Simulationsergebnisse im Ressourcenausgleich.
Abbildung 4.3: Veränderung des Ressourcenindex bei unterschiedlichem Durchschnittssteuersatz
8.0
6.0 4.0 2.0 0.0 -2.0 -4.0 -6.0 -8.0 Tiefer Steuersatz (15%) Hoher Steuersatz (17%)